Volltext : Otto, Johann Friedrich Wilhelm: System einer allgemeinen Hydrographie des Erdbodens

Fünfte  Abth.  Dritter  Abschnitt.
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den  Strom  zu  hindern,  welcher  bei  östlichen  Winden  gegen
Nordwesten,  und  bei  westlichen  gegen  Südwesten  läuft
Nicht  selten  wird  eine  Zeit  von  zwei  Monaten  dazu  erfor
dert,  sich  in  denselben  so  hinein  zu  arbeiten,  als  in  einer
günstigen  binnen  eben  so  viel  Tagen  geschehen  kann.
Unweit  Celebes  gehen  die  Seeströme  nach  verschiedenen
Richtungen,  und  sind  veränderlich:  denn  bald  laufen  sie  südbald ¬
  nordwärts,  und  dann  ist  wieder  ganz  und  gar  keine
Strömung  zu  bemerken  1).  Bei  Java,  Manilla  und  an
anderen  Orten  finden  sich  sehr  mächtige  Stromgänge,  die
aber  das  ganze  Jahr  hindurch  unveränderlich  sind.
An  der  westlichen  Küste  von  Amerika  laufen  die  Ströme
unabläßig  von  Süden  nach  Norden:  wahrscheinlich  die  Wirkung ¬
  des  hier  beständig  herrschenden  Südwinds.
Von  Morro  de  Puercos  bis  Malpelo  gehen  die  Ströme
nach  Südwesten  und  Westen,  und  von  da  nach  St.  Fran
cisco  gegen  Süden  und  Südwesten  die  Zeit  hindurch,  da
der  Nordwind  herrscht.  Beim  Südwinde  ziehen  sie  nach
Norden  und  Nordwesten,  von  Helenens  Vorgebirge  südlich
nach  St.  Franzisco,  von  da  aber  nach  Malpelo  gegen  Osten,
und  darauf  nach  Morro  de  Puercos  gegen  Nordwesten  und
Westen  2).
An  den  Küsten  von  Peru  soll  das  Wasser  gegen  Norden, ¬
  und  am  Feuerlande  heftig  gegen  Osten  strömen.  Vom
Silberflusse  bis  zum  16  Gr.  Br.  längs  der  Küste  wird  ein
südlicher,  und  vom  Cap  St.  Augustin  ein  starker  Wasserzug
gegen  Norden  oder  Nordwesten  verspürt.
In  der  ganzen  Strecke  des  mittelländischen  Meeres  erkennt ¬
  man  eine  starke  von  Westen  nach  Osten  gehende  Strömung, =
  die  Wirkung  desjenigen  Stroms,  welcher  mitten  durch
die  Meerenge  von  Gibraltar  hinein  kommt,  und  seinen  Weg
Hawkesworeh  Gesch.  1  Eh.  S.  4o.
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