Inhaltsverzeichnis : Otto, Johann Friedrich Wilhelm: System einer allgemeinen Hydrographie des Erdbodens

Erste  Abth.  Das  Wasser  überhaupt.
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die  atmosphärischen  Wasser,  als  die  reinsten,  nehmlich  Regen, ¬
  Thau,  Hagel,  Schnee,  enthalten  noch  immer  etwas
davon.  Auf  ihnen  folgen  die  unschmackhaften  Quell=  und
Brunnenwasser,  und  zwar  die  weichen  mehr,  als  die  harten.
Sie  führen  insgesamt  Gipserden  bei  sich,  deren  Verbindung
mehrentheils  durch  das  kohlensaure  Gas  bewirkt  wird,  oder
zwischen  einer  Vermengung  und  Auflösung  das  Mittel
hält.
Die  Fluß=  und  stehenden  Wasser  sind  insgemein  schon  sichtbar =
  voller  Unreinigkeiten.  Die  reinsten  Quell=  und  Flußwasser ¬
  sind  diejenigen,  welche  über  Sand,  Sandstein  und
Kiesel  laufen,  weil  diese  sich  von  dem  Wasser  am  wenigsten
angreifen  lassen,  und  dieses  vielmehr  seine  erdigen  u.  a.
Stoffe  an  sie  ablegt,  und  sich  dadurch  von  ihnen  reinigt.
Das  Wasser  läßt  sich  aber  aus  allen  fremden  Verbindungen
scheiden,  und  man  findet  es  alsdann,  wenn  es  hinlänglich
gereinigt  ist,  in  seiner  ursprünglichen  Beschaffenheit  wieder,
ohne  dadurch  in  seinen  wesentlichen  Eigenschaften  die  minde
ste  Veränderung  erlitten  zu  haben.  Dies  geschieht  durch  die
Destillation.  Auf  diesem  Wege  kann  man  sich  allein  ein
reines  Wasser  verschaffen.  Weil  das  Wasser  flüchtig  ist,  so
geht  es  in  Dämpfen  über,  und  die  Salze,  Erden,  Metalle
als  feuerbeständige  Körper  bleiben  zurück,  nur  muß  das  Wasser ¬
  in  solchen  Gefäßen  über  destillirt  werden,  welche  nicht
selbst  dazu  beitragen,  es  zu  verunreinigen.
Die  dem  Wasser  beigemischten  fremdartigen  Stoffe  sind
mit  demselben  auf  zweierlei  Art  verbunden,  entweder  auf
eine  mechanische  oder  chemische  Weise;  im  letztern  Falle  durch
die  Auflösung.
Diejenigen  Stoffe,  welche  mit  dem  Wasser  mechanisch
verbunden  sind,  erhalten  sich  darin,  ob  sie  gleich  specisisch
schwerer  sind,  durch  ihre  feine  Zertheilung  in  der  Höhe.
Wenn  die  Aufwühlung  und  Bewegung  des  Wassers  die  Verbindung ¬
  veranlaßt  hat,  so  senken  sich  die  fremden  Theile,
sich  selbst  überlassen,  durch  ihr  eigenthümliches  Gewicht  zu
            
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