Fünfte Abth. Dritter Abschnitt.
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niß der Geschwindigkeit, mit welcher sich das Schiff fortbewegt, ¬
mehr oder weniger in die Höhe getrieben, und giebt
dadurch das nautische Maaß seiner Fortrückung zu erkennen *).
Die mehresten Völker des Alterthums, welche wegen
der Schiffahrt bekannt sind, gebrauchten die Segel nur selten, ¬
und auch nur dann, wenn ihnen der Wind gerade in
den Rücken blies, so daß sie mit vollen Segeln recht vor
dem Winde gehen konnten. Blies der Wind stark und
etwas seitwärts, so waren sie genöthigt, sogleich in einen
Hafen einzulaufen. In den mittleren Zeiten, da man ansing, ¬
den weiten Ocean zu beschiffen, gebrauchte man Segel, ¬
auch wenn der Wind von der Seite kam. Die geschickte ¬
Stellung der Segel, um von dem Winde die ausgebreitetsten ¬
Vortheile zu ziehen, ist indeß ein Vorzug neuerer
Zeiten. Die Kunst, mit halben oder beinahe widrigen Winden, ¬
oder wie es die Schiffsleute nennen, bei dem Winde
zu segeln, ist eine der wichtigsten Erfindungen der Menschen.
Auf dem Schiffskompasse sind zwei und dreißig Striche oder
Gegenden angegeben, von woher der Wind kommen kann,
und diese hat man mit besonderen Namen belegt. Der
Wind mag nun aus einem derselben wehen, und man kann
demungeachtet sich desselben bedienen, um nach zwanzig verschiedenen ¬
Strichen oder Himmelsgegenden hinzusegeln.
Der Kompaß oder die Schiffsrose ist ein magnetischer ¬
Stahl, der auf einer spitzigen Nadel in einem konischen ¬
Hute sich herum bewegen kann. Auf diesem Stahle ist
eine zirkelrunde Pappe befestigt, auf welcher die zwei und dreißig ¬
Winde des Kompasses verzeichnet sind. Indem sich nun
bei der Wendung des Schiffs die Magnetnadel stets nach
dem magnetischen Pole hin dreht, so dreht sich auch zugleich
die daran befestigte Windrose. Die Büchse mit dem Kompasse ¬
steht nun gerade vor dem das Steuerruder regierenden
Intell. Bl. der Jen. allg. Lit, Zeit. 1796. No. 160.