Wellen des Meeres
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Klippen und Inseln, die sie brechen, gehemmet würde. Von
dieser beschleunigten Geschwindigkeit der Wellen sieht man
an den Küsten von Peru und Chili auffallende Wirkungen,
ob sie gleich nur das bloße Anschlagen der Gewässer des
Südmeeres erfahren. Ihnen kann man sich durchaus zum
Landen nicht nähern, wenn es nicht in einer Bucht, oder
hinter einer nahe an der Küste liegenden Insel geschieht
Es scheint indeß, daß es, außer dem Winde, annoch
Ursachen gebe, Wellen zu erregen. Der Hr. Gr. von
Stollberg *) sah am Meergestade um Genua die See,
bei windstiller Luft, in der grösten Bewegung. Schwellende
Wogen kamen heran, und schlugen mit donnerndem Getöse
an die Ufer, und sprützten hoch auf. Eine gewöhnliche Erscheinung =
beim Sciroccowinde, die der Hr. Gr. nachher
noch ofte in Sicilien beobachtete. Kalms) spricht ausdrücklich ¬
von zweierlei Arten Wellen. „Als der Wind ansing, ¬
aus Nordosten zu wehen, sind seine Worte, sahen wir
ein angenehmes Schauspiel. Es zogen auf dem Meere
zweierlei Wellen daher, die ersten wälzten das Wasser aus
sich hervor, die anderen wurden durch die Winde hervorgebracht. ¬
Diese kreutzten mitten durch jene längs des Rückens,
welchen sie machten. Die Windwellen waren noch ganz
klein, indem sie die anderen noch nicht hatten brechen und
zwingen können, sich mit ihnen zu vereinigen." Wallis
bemerkte eine Menge kleiner Wellen, welche seiner Vermuthung ¬
nach, durch eine Reihe Klippen unter dem Wasser des
strömenden Meeres erzeuget wurden. So fand Kalm )
1) St. Pierre a. d. 1 B. G. 176.
2) Reise rc. 1 B. S. 505.
3) Reise. II Th. S: 151.
4) Hawkesworth. 1 Th. S. 281.
5 Reise. 1 Th. S. 164.