De acquirenda vel omittenda hereditate. 35
auch die Condiction, so wie die in factum actio weg,
wenn durch irgend eine andere vollständig wirkende Klage
Schadensersatz von den Erben verlangt werden kann.
So in den oben (Note 14. 15.) erwähnten Fällen, wo
lis inficiando crescit in duplum, ferner in dem Fall,
wo gegen den Vormund die auf das Duplum gerichtete
actio rationibus distrahendis Statt findet, indem hier
die wider die Erben des Vormundes gehende actio tutelae ¬
directa vollständigen Ersatz gewährt33)
Bei weitem einfacher und den Forderungen wahrer
Gerechtigkeit entsprechender sind die Bestimmungen des
canonischen Rechts über die Frage: in wieweit die Erben
aus dem Delict ihres Erblassers in Anspruch genommen
werden können? Nach denselben sollen nämlich die Delictsklagen ¬
auf Schadensersatz vollständig wider die Erben
Statt finden 32)
Man hat zwar die Anwendbarkeit dieser ¬
Bestimmungen auf mancherlei Weise zu beschränken
gesucht, allein ohne zureichende Gründe 35
Zu einer
sehr wichtigen, in der Praxis rezipirten Einschränkung
hat indessen folgende Vorschrift von Pabst Alexander III.
gegeben: „heredes ejus moneas et compellas, ut his,
quibus ille per incendium vel alio modo damna
contra justitiam irrogaverat, juxta facultatas
suas condigne satisfaciant" —. Es ist wohl kaum
33) L. 1. §. 21—24. D. de tut. et rat. distr. (XXVII. 3.)
Vgl. Savigny a. a. O. §. 212. S. 58. fg.
34) can. 3. C. XVI. Qu. 6. c. 5. X. de raptorib. (V. 17.)
c. 9. X. de usuris (V. 19.) c. 14. X. de sepultur.
(III. 28.) c. ult. X. de sent. excommun. (V. 39.).
35
S. hierüber J. H. BöHMER Jus eccl. Prot. Lib. V.
Tit. 17. §. 133. u. 137. Francke a. a. O. S. 45.
Savigny System Bd. V. §. 211. S. 53.
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