§. 187. Die Grundgerechtigkeiten.
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hält nicht das Recht zum Fahren in sich
Hier kommen zwar selten
107
bestimmte Wege vor, aber ein gewisser Wegezug muß innegehalten
1),
und eine Beschädigung durch Uebertreten vermieden werden, obschon weder ¬
der Berechtigte noch der Belastete verpflichtet sind, deßhalb Verzäunungen ¬
oder Verrickungen anzulegen oder zu unterhalten""
Das
Vieh darf nicht weiden und lagern!
Die Breite ist 16, in der Biegung
24 Fuß; ist sie schmäler bedungen oder hergebracht, und der Belastete
hat Vorrichtungen getroffen, um ein Uebertreten zu verhindern, so darf
er diese nicht eingehen lassen'
Das Recht der Durchfahrt durch
einen Thorweg hindert den Belasteten, das Thor zu verengen und zu
erniedrigen!
b. Das A.L.R. erwähnt nicht der Wassergerechtigkeiten, ¬
welche im römischen Recht vorkommen als serv. aquaeductus,
112
sie sind nach den Voraquaehaustus, ¬
pecoris ad aquam adpulsus
c. Die Weidebeschriften ¬
der Wegerechte analog zu beurtheilen
rechtigungen sind in Deutschland von viel größerer Wichtigkeit und
zeigen hier viel mannichfachere Formen, als bei den Römern. Insbesondere ¬
kommen sie häufig als gemeinsame Rechte vor, welche allen oder
gewissen Klassen von Einwohnern des Orts an einem Grundstück zuDer ¬
Berechtigte muß die Servitut so ausüben, daß der bestehen1 ¬
lastete Eigenthümer an der Substanz der Sache keinen Schaden leidet und
an der Kultur und Benutzung nach Landesart nicht gehindert werde, dieser
aber darf dem Berechtigten durch Aenderung der Kultur die Ausübung
Da sie aus vielen Gründen kulturder ¬
Servitut nicht beeinträchtigen
schädlich sind, hat die neue Gesetzgebung gestrebt, sie durch Ablösung und
Gemeinheitstheilung zu beseitigen, und schon das A.L.R. ist besonders sorgfältig ¬
in den Vorschriften, die eine Beschädigung des dienenden Grundstücks ¬
durch die Ausübung dieser Servituten verhüten sollen, indem genau
118
bestimmt wird die Art"**) und die Zahl"*) des Viehes, die Zeiten
106) §. 72. 68. d. T.
107
Strieth. B. 18. S. 94. Seuffert II. 140.
108
§. 72. 73. 74. d. T. Aber berechtigt sind sie zur Herstellung solchen Schutzes.
Entsch. B. 39. S. 169. Strieth. B. 48. S. 191. Gruchot II. 85. 437.
109
Koch, Note 46 zu §. 72. d. T. Strieth. B. 14. S. 23. Glück B. 10. S. 169.
110
§. 79. 75. d. T.
111
§. 76. d. T.
212
Serv. aquaeductus pr. J. II. 3. l. 1. pr. D. VIII. 3. aquae haustus §. 2. J. Il. 3.
1.14. §.2. D. VIII. 1. l.1. §. 1. 1.2. §. 1.2. l.3. §. 3. l. 9. 20. §. 3. D. VIII. 3.
1.10. D. VIII. 2. 1.17. D. VIII. 6. Seuffert XVII. 215., ad aquam adpulsus
§.2.J.II. 3. 1.1. §. 1. 1. 4. 5. §. 1. 1. 6. D. VIII. 3. l. 1. §. 18. D. XLIII. 20.
113
Koch, Pr.=R. I. §. 349. S. 581.
114)
1. 22. §. 80—145. Oben §. 182. S. 272. Koch, S. 562f. Beseler S. 800f.
115
§. 80. 81. d. T. Arnsb. jur. Monatschr. I. 42.
116
§. 99—102. 128—130. d. T. R. v. 24. Nov. 1794. N. E. S. B. 9. S. 2451.
117
§ 90—98, 102. d. T. §. 31 ff. der Gem.Th O. v. 7. Juni 1821. Entsch. B. 6.
S. 357. Strieth. B. 10. S. 152. B. 30. S. 255. Der Maßstab der Durchwinterung, ¬
Beseler S. 802. Mevius I. 28. Kind, quaest. for. II. 42.
118
§. 107—114. d. T. Anh. §. 60. VO. v. 31. Aug. 1800. N. C. C. X. 3094. Zu
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