Volltext : Otto, Johann Friedrich Wilhelm: System einer allgemeinen Hydrographie des Erdbodens

Meerwassers.
Temperatur  des
427
Thermometer
Thermometer
Pothöhe.
Zeit.  Tiefe  des
in  der  Tiefe.
in  freier  Luft.
Meeres.
80
14  Gr.  füdl.
68  Gr.  1.
August.
725  184
58
160
33
314
Dezemb.
600  16
56  41
140
März.
64  1
giebt  außer  diesen  noch  folgende:
Hr.  Forster
0°  52  nördl.
Septemb.
66  5
85
752  18
60  1  34°  48
100
58
301  55.
100
342
Dezemb.
55  20
100
3344
345
37  Nr.  64
32
Januar.  100
Bis  auf  die  Bedbachtungen  des  Marsili  scheinen  die
übrigen  wenig  Belehrendes  zu  enthalten,  indem  sie  sich  gar
bisweilen  einander  aufheben.
Hellant  und  Irving  observirten  in  denselben  Theilen
des  Meeres.  Jener  sagt,  daß  das  Meer  während  eines
Sturms  kälter  geworden  sey:  dieser  behauptet,  es  unter  solchen
Umständen  wärmer  gefunden  zu  haben.  Die  Wahrnehmung
des  letztern  scheint  ihm  in  dem  Reiben  der  Wassertheilchen
während  des  Sturms  sich  zu  gründen:  allein  das  Reiben
kann  nur  feste  Theile  in  eine  höhere  Temperatur  versetzen,
und  das  Wasser  hat  unter  diesen  Umständen  keine  Empfänglichkeit ¬
  für  die  Wärme.  Bei  jener  kann  durch  die  heftige
Bewegung  der  stürmenden  See  kälteres  Wasser  dem  wärmern ¬
  zugemischt  seyn,  und  die  mit  dem  Thermometer  untersuchte ¬
  Wassermasse  sonach  eine  niedrigere  Temperatur  angenommen ¬
  haben.
Douglas  und  Hellant  sagen  beide:  das  Meer  sey
in  den  tieferen  Schichten  wärmer,  als  in  den  höheren,  da
Irving  nur  bei  etwas  höheren  Breiten,  so  wie  Bayly
im  Südmeere  das  nemliche  bezeugt.  Hiewider  kann  man
pole  and  round  the  world  by  Mr.  Wales  and  M.  Bayly.
Lond.  1777.  p.  205.
            
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