Metadaten : Zweiter Band (2)

Viertes  Buch.
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einer  allgemeinen  Kappe  darstellen,  welches  eine  von  der  angränzenden ¬
  Keimhaut  gebildete  Wölbung  ist.  (Kopf=  und  Schwanzkappe
sieht  man  Fig.  VI.  hf,  hu  im  Längendurchschnitte,  die  Seitenkappen ¬
  aber  Fig.  6'  und  6"  df.  im  Querdurchschnitte.)  d)  Wir
bemerkten  schon,  daß  der  innere  Rand  der  abgetrennten  unteren  Lage
der  Bauchplatten  sich  bald  senkrecht  stellt,  und  sich  verdickt.  Der
verdickte  Theil  sondert  sich  durch  zwei  immer  deutlicher  werdende
Winkel  von  den  benachbarten  Theilen  ab:  durch  einen  oberen  (Fig.
6.  h)  von  der  unteren  Fläche  der  Wirbelsäule,  und  durch  einen
unteren  (ebend.  i)  oder  die  Wulst  nach  Wolff  von  dem  nicht
verdickten,  aber  desto  mehr  gewölbten  Theile  des  Gefäßblattes.  Der
verdickte  Streifen  zwischen  beiden  Winkeln  ist  nichts  anderes,  als
eine  Gekrösplatte.  Ziemlich  rasch  nämlich  spitzen  sich  die  unteren ¬
  Winkel  beider  Seiten  zu,  und  rücken  zugleich  gegen  einander,
bis  sie  sich  erreichen,  und  eine  Verbindung  unter  einander  eingehen,
welche  Wolff  die  Nath  nennt.  Bevor  dieses  geschieht,  bilden  beide
Gekrösplatten  mit  der  unteren  Fläche  der  Wirbelsäule,  die  noch  von
dem  nicht  abgetrennten  Theile  des  Gefäßblattes  bekleidet  bleibt,  einen
Halbcanal,  die  Lücke  des  Gekröses  (die  Darmrinne  nach  Wolff).
Irrig  glaubte  Wolff,  diese  Lücke  sey  vor  der  Bildung  der  Nath
völlig  offen,  weil  er  das  Schleimblatt  nicht  berücksichtigte.  Dieses
Blatt  liegt  nämlich  nur  so  lange  an  der  Wirbelsäule  an,  als  die
Gekrösplatten  noch  nicht  senkrecht  stehen;  wie  sie  diese  Stellung
annehmen,  wird  die  zarte  Bindemasse  zwischen  dem  Schleimblatte
und  den  übrigen  Lagen  in  der  Mitte  des  Embryo  immer  lockerer,
und  das  Schleimblatt  steht  daher  ab.  Wenn  nun  die  unteren
Winkel  der  Gekrösplatten  sich  einander  nähern,  so  schieben  sie  sich
über  dem  Schleimblatte  weg,  und  lösen  es  immer  mehr  von  der
Wirbelsäule  ab,  so  daß  es  nachher  in  der  Nath  keinesweges  zum
Theil  enthalten,  sondern  von  derselben  nur  hervorgetrieben  ist.  Es
folgt  daraus,  daß,  so  lange  die  Gekrösplatten  noch  nicht  senkrecht
stehen,  der  Halbcanal  zwischen  ihnen  nach  unten  allerdings  völlig
offen  und  nach  oben  von  der  Schleimhaut  ausgekleidet  ist;  daß
aber,  wenn  ihre  unteren  Ränder  oder  Winkel  sich  einander  nähern,
der  Halbcanal  nach  unten  nicht  offen,  sondern  von  dem  hervorgetriebenen, ¬
  sehr  dünnen  Schleimblatte  überdeckt  ist.  Hieraus  sieht
            
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