Erste Abth. Das Wasser überhaupt.
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me und Electricität bewirkt werde. Die Erfahrung, daß jeder ¬
Regen mit Spuren von Electricität begleitet ist, scheint
dies zu bestätigen.
Aus den jetzt vorgetragenen Sätzen werden sich nun die
Umstände leicht beurtheilen lassen, unter welchen die Ausdünstung ¬
der Gewässer der Erde bald stärker bald schwächer
ist. Als einen Grundsatz nehmen wir an, daß das Wasser
unter allen möglichen Temperaturen ausdünste, und daß bei
einerley Druck der Atmosphäre die Ausdünstung desto stärker ¬
sey, je größer der Wärmegrad ist, und umgekehrt.
Die Wärme der Luft beschleunigt die Ausdünstung.
Man sieht oft im Sommer nach starken Regengüssen, daß
das hie und da zusammen gelaufene Wässer, durch die Sonnenwärme ¬
schnell vertrocknet, welches in anderen Jahreszeiten ¬
nur langsam geschieht. Jedoch muß in diesem Falle die
Luft trocken seyn: sonst ist bei warmer und feuchter Witterung ¬
die Ausdünstung immer schwächer, als bei kalter und
trockener Luft. Man irrt also, wenn man glaubt, daß die
Ausdünstung in den heißen Himmelsstrichen überall stärker
seyn müsse, als in den gemäßigten und kalten Zonen. Die
dort gewöhnliche Feuchtigkeit der Luft ist der Ausdünstung
ungemein hinderlich, und diese daher, des hier unaufhörlich
wehenden Ostwindes ungeachtet, über alle Erwartung geringe. ¬
Cassan) fand die Ausdünstung hier nicht vollkommen ¬
noch einmal so groß, wie die, welche in Paris Statt
findet. Hierin liegt auch der Grund, daß auf unserer Halbkugel ¬
die Ausdünstung bei den Winden stärker ist, welche
aus den nördlichen Gegenden, als bei solchen, die aus den
südlichen wehen.
Der Unterschied der Aus instung im Sommer und im
Winter ist indeß sehr geringe: ja es können im Winter Ausdünstungen ¬
stärker seyn, als im Sommer, bei solchen Wassern,
welche die äußere Temperatur der Luft nicht annehmen, und
7 Gren's Journal der Physik 3 Band. S. 120.