Inhaltsverzeichnis : Einleitung in die Pandekten des gemeinen Civilrechts (100)

Schriftsteller  über  römisches  Alterthum.  Inschriften.  §25.  121
2)  Inschriften  auf  Stein,  Bronze  u.  dgl.,  unter  welchen  §a.
die  wichtigeren  zu  den  eigentlichen  Rechtsquellen  gehörigen  oben  10
schon  angeführt  sind;  aber  auch  unter  den  übrigen  sind  so  viele
mannichfach  fördernde,  daß  die  römische  Epigraphik  oder  s.g.
5ars  lapidaria  1  für  die  Rechtsgelehrsamkeit  dringend  empfohlen
1850.,  geistvoll,  was  nicht  ist  die  Geschichte  der  Röm.  Litteratur  von  I.  F.  C.
Baehr.3.Ausg.  Carlsr.  1844.f.8°.  Dazu:  Suppl.  Bd.:  Die  christl.  röm.  Literatur.
Carlsr.1836.sq.8°.  Nicht  hierhergehörig  ist  desselben:  Die  christl.röm.Literatur
des  Karoling.Zeitalters.  Carlsr.  1840.8°.  Brauchbar  in  bibliograph.  Beziehung
10  ist  der  Grundrifs  der  clafs.  Bibliographie  von  F.W.  Wagner.Bresl.  1840.80
(10)  s.§13.Note  10.,  §14.  Note  11.,  §15.  Note  1.  Von  den  Consularfasten  s.  Note  5.
Außerdem  können  hier  bemerkt  werden  die  an  verschiedenen  Orten  Kleinasiens
theils  in  latein.Original,  theils  in  griech.  uebersetzung  gefundene  Verordnung
Diocletians  u.  seiner  Mitregenten  von  301.  über  die  Preise  der  Lebensmittel
15  und  Arbeitslöhne,  welche  wichtige  Inschrift  wir  in  einer  trefflichen  Bearbeitung
Mommsens  in  Berichte  der  Gesellsch.d.Wften  zu  Lpz.  Phil.hist.  Classe.  1851.p.
1...80.383...400.  besitzen;  2  an  einem  Tempel  in  der  großen  Oase  entdeckte  griech.
Edicte  der  Präfecte  Cn.Vergilius  Capito  (49.n.Chr.)  u.  Tib.  Iulius  Alexander
(68.n.Chr.),  von  Rudorff  bearb.,  (Haub.  Spangenb.p.199.sqq.),  2  kleine  lat.  Edicte
20  des  L.  Turcius  Apronianus,  Pf.U.  339.n.Chr.,  die  große  Praediorum  obligatio
oder  s.g.  tabula  alimentaria  Traiani  v.103.n.Chr.  (u.a.  in  Spangenbergs  Tabb.
negotior.soll.p.312.sqq.);  auch  eine  tabula  alimentaria  von  Hadrian  ist  1832.
im  Neapolitanischen  aufgefunden  worden.  Die  1820.  u.  1830.  in  2  Stücken  bei
Rom  gefundenen  Steinfragmente  des  Testaments  des  Dasumius  von  109.n.Chr.
25  hat  bearbeitet  Rudorff  in  Ztsch.f.g.  R.  W.XII.  no.  10.  Demselben  verdanken  wir  auch
eine  interessante  Abh.  üb.  die  bei  Genua  gefundene,  schon  Par.  1520.  edierte,  dann
u.a.  auch  bei  Orelli  n°.3121.,  Zell  n°.1730.,  Spangenberg  Tabulae  p.380...83.
wiederholte  in  agrarrechtlicher  Beziehung  wichtige  Bronzeinschrift  Q.et  M.Minuciorum ¬
  sententia  inter  Genuates  et  Viturios  dicta  (a.u.637.)  Berol.1842.4°.  Aus
30  einer  römischen  Abschrift  T.  Flavii  Syntrophi  donationis  instrumentum  ineditum' ¬
  (nebst  einigen  verwandten  Urkunden)  edid.  et  illustravit  Ph.  E.  Huschke.
Vratisl.  1838.4°.  Eine  besondere  Wichtigkeit  haben  die  Soldatenabschiede,  militum ¬
  honestae  missiones,  deren  38  auf  Bronzetäfelchen,  1  auf  Blei  aus  den
Jahren  52...248.n.Chr.  uns  großentheils  ganz  vollständig  erhalten  sind:  gesam35 ¬
  melt  sind  sie  in  Platzmann  lur.  Rom.  testimonia  de  mil.  honest.  mission.  Lips.
1814.8°.  (vermehrt  in  Hauboldi  Opuscula.  Lips.  1829.8°.  tom.II.p.783.sqq.)  und
die  neuer  aufgefundenen  bei  Vernazza,  Diploma  di  Adriano.  Torino  1817.4°.  u.C.
Gazzera,  Notizia  di  alcuni  diplomi  imperiali  di  congedo  militare.  ibid.  1831.4°.
Jos.  Arneth  Zwölf  Röm.Militärdiplome.  Wien  1843.4°.  Die  vollständigste  Samm40 -
  lung  ist  bis  jetzt  die  von  Clem.  Cardinali  Diplomi  imperiali  di  privilegj  accordati ¬
  ai  militari.  Velletri  1835.4°.  s.  auch  das  Verzeichn.  in  Massmann  Libellus
aurarius  s.Tabula  cerata  et  c.  Lps.  1841.4°.p.22.sq.nol.8.;  dieses  Werk  behandelt
einen  aus  der  Mitte  des  2.Jahrh.  n.Chr.herrührenden,  mit  Cursivschrift  geschriebenen ¬
  Beschluß  einer  siebenbürgischen  Begräbnissgesellschaft,  der  sich  auf  gewichs45 ¬
  ten  Holztafeln  in  einem  Bergwerke  bei  Abrudbanya  erhalten  hatte,  und  jetzt  in
München  aufbewahrt  wird.  Eine  gleiche  Gesellschaft  betrifft  die  1816.  zu  Città
Lavinia  gefundene  inscriptio  Lanuvina,  die  Mommsen  de  collegiis.  Kil.  1843.8°.
herausgegeben  hat.  vgl.  über  beide  Huschke  Zisch.f.g.R.W.XII.n°.5.  s.  auch  die  §12.
Note  11.  u.  §13.  Note  10.  angeführten  Sammlungen  v.  A.  Agustin,  B.  Brisson,  Gött50 ¬
  ling,  Haubold  u.  Spangenberg,  so  wie  des  letzteren  schon  genannten  Iur.  Rom.  tabulae
(11)  Die  Inscriptionensammnegotiorum -
  sollemnium.  Lips.  1822.80.
lungen  und  anderen  Urkundenwerke  sind  angeführt  in  Haubold-Spangenb.  p.Lx1v.
sqq.  u.  in  alphab.  Ordnung  nebst  Versuch  kritischer  Würdigung  in  dem  sogleich  an=
            
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