Metadata : Otto, Johann Friedrich Wilhelm: System einer allgemeinen Hydrographie des Erdbodens

Fünfte  Abth.  Zweiter  Abschnitt
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Bodens  im  mittelländischen  Meere  zu  erforschen.  Seine
Wahrnehmungen  gehen  mehrentheils  nur  auf  die  Gegenden
an  der  Küste  von  Provence  und  Languedoc,  und  klären  wenig ¬
  auf.  Er  fand  Lagen  von  Erdharz,  Salz  u.  s.  w.,  welche ¬
  zwischen  Steinschichten  fortliefen.  Auf  ihnen  breitete
sich  eine  Schicht  von  Materialien  anderer  Att  aus,  als
Sand,  Schaalengehäuse,  Erde  u.  s.  w.,  die  ein  schleimigtes ¬
  Wesen  mit  einander  verbunden  hatte.  Diese  Rinden
sollen  sich  von  Zeit  zu  Zeit  vermehren,  und  eine  große  Verschiedenheit ¬
  von  Farben  zeigen,  die  zuweilen  die  steinige
Substanz  selbst  durchdringen.  Sie  geben  durch  eine  chemische ¬
  Zerlegung  solche  Bestandtheile,  als  diejenigen  sind,  woraus ¬
  die  Seegewächse  zusammen  gesetzt  sind,  zum  Beweise,
daß  sie  gröstentheils  davon  ihren  Ursprung  haben.  Die  Gegenden, ¬
  wo  er  feinen  Sand  antraf,  befanden  sich  nah  an
den  Mündungen  der  Flüsse,  als  der  Rhone  und  anderer  kleinerer, ¬
  welche  aus  Languedoc  einströmen.
Man  unterscheidet  bei  dem  Boden  des  Meeres  den  ursprünglichen, ¬
  allgemeinen,  permanenten  von  dem
zufälligen,  neuen  und  veränderlichen,  dessen  genaue
Kenntniß  in  den  verschiedenen  Strichen  des  Meeres  für  den
Seefahrer  von  Rutzen  seyn  kann.  Der  erste  dient  dem
zweiten  zur  Grundlage,  und  kann  nur  als  der  eigentliche
Meeresgrund  angesehen  werden.  Er  ist  derjenige,  dessen
verschiedene  Lagen  mit  denen  überein  kommen,  die  wir  im
Innern  der  Erde  finden;  er  besteht  aus  Mergel,  Thonerde,
Sand,  Schaalthiere,  welche  wagerecht,  in  einer  großen
Ausdehnung  und  Dicke  öfters  von  hundert  Fuß  und  darüber
liegen.  Ihm  gehören  ferner  die  unermeßlichen  Strecken  der
Madreporen  und  anderer  Korallenarten,  welche  den  Felsengrund ¬
  bedecken.  Der  zufällige  besteht  aus  einer  Anhäufung
von  Meerigelstacheln  aller  Art,  von  Bruchstücken  von  Korallen, ¬
  Schnecken,  Muscheln,  von  Seepflanzen,  Kies,  Glimmer, ¬
  abgerundeten  Steinen,  einigen  ganzen  Schaalengehäu¬
            
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