Volltext : Otto, Johann Friedrich Wilhelm: System einer allgemeinen Hydrographie des Erdbodens

Fünfte  Abth.  Erster  Abschnitt.
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an,  daß  sie  den  Schiffen  kaum  den  Durchgang  verstatteten,
Am  Vorgebirge  der  guten  Hoffnung  sind  sie  nicht  selten,
und  an  den  Küsten  von  Congo  ist  ihre  Zahl  so  ansehnlich,
daß  die  Bewohner  derselben  ordentlich  auf  ihren  Fang  ausgehen. ¬
  Noch  reichlicher  ist  die  Küste  von  Brafilien  damit
versehen.  Nicht  nur  am  Cap  Augustin  ist  ein  eingerichteter
Fang,  sondern  die  Portugiesen  haben  auch  einen  dergleichen
nicht  minder  beträchtlichen  unweit  der  Catharineninsel.  Hier
sing  man  jährlich  an  achthundert  Wallsische,  und  gesetzt,
daß  sie  auch  nicht  alle  eigentliche  Wallfische  gewesen  sind,
so  waren  es  doch  ähnliche  Thierarten,  die  ebenfalls  fleischfressend ¬
  sind,  und  einen  ungeheuren  Reichthum  animalischer
Wesen  voraussetzen.
Aus  Bergen  in  Norwegen  führt  man  in  einem  Jahre
oftmals  sechszehn  Ladungen  Dorschrogen  aus  1).  Von  ihnen ¬
  gehen  etwa  sieben  Körner  auf  einen  Gran,  also  40,320
auf  ein  Pfund,  und  auf  ein  Schiffpfund  11,289,600.  Wie
viele  Schiffpfunde  gehören  aber  nicht  zu  einer  Ladung.  Man
fand  in  einer  Makrele  546,681  Eier,  und  in  einer  Scholle
135,7400  2).  So  bezeugt  Pallas  3),  daß  der  Rogen  eines ¬
  einzigen  Hausens  oft  zweihundert  Pfund  wöge.  Da
nun  fünf  Rogenkörner  ungefähr  einen  Gran  ausmachen,  so
enthält  ein  Pfund  28,000,  und  die  Anlage  zu  5  Millionen
760,000  Fischen.  Tremarec  *)  versichert  sogar,  daß  man
in  einem  Stocksische  über  eine  Million  Eier  angetroffen  habe. ¬
  Wie  wäre  es  auch  ohne  diese  unbegreifliche  Fruchtbarkeit ¬
  wohl  möglich,  daß  das  Nordmeer  allein  80  Französische
Schiffe,  von  100  Tonnen  ein  jedes,  und  200  Holländi1) ¬
  Pontoppidan  s  Nat.  Gesch.  v.  Norw.  S.  278.
2)  Philos.  transact.  1767.
2)  Reisen.  1  Tb.  S.  158.
4)  Allgem.  Reisen,  XXI.  S.  25.
            
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