Vou dem Weltmeere überhaupt, seiner Größe rc. 507
vorhandenen Berechnungen mit einander verglichen, und für
die noch unbekannten Länder ein geringes Maaß angenommen. ¬
Nach einem Mittel, giebt er das Verhältniß von
2,186,082 zu 6,070,696, das ist von 10 zu 27 an: woraus
denn erhellt, daß der Ocean mehr als das Land betrage, daß
dieses aber mehr als ein Drittel ausmache. Da jedoch, nach
der Herausgabe seines schätzbaren Werks, so manche neue
und bedeutende Entdeckungen in der Erdkunde gemacht worden ¬
sind, so mögte diese Bestimmung jetzt wohl etwas anders ¬
ausfallen. Die genauere Erörterung dieser Materie findet ¬
indeß in der allgemeinen physischen Erdbeschreibung ihren
eigentlichen Platz.
„Will man sich von der ungeheuren Menge des Wassers, ¬
sagt Büffon), welches die Meere in sich fassen,
einen Begriff machen, so muß man überhaupt eine gewisse
durchgängige Tiefe annehmen. Setzt man sie auch nur auf
zweihundert Toisen, oder auf den zehnten Theil einer Französischen ¬
Meile, so ergiebt sich, daß Wasser genung vorräthig =
sey, die Erde überall sechshundert Fuß hoch damit zu
bedecken. Wollte man nun dieses Wasser in eine Masse zusammen ¬
bringen, so würde sie eine Kugel bilden, deren
Durchmesser mehr als sechszig Französische Meilen betrüge."
Der gröste Theil des Oceans liegt auf der südlichen
Halbkugel. Zu welch einer ungeheuren Wasserfläche erstreckt
sich nicht hier das Meer zwischen Asien und Amerika, vom
Vorgebirge der guten Hoffnung bis nach Neuseeland rc.?
Wenn wir uns die Erdkugel unter dem Aequator getheilt,
vorstellen, so zerfällt sie in zwei Halbkugeln, die sich auf
eine auffallende Weise von einander auszeichnen, indem gröstentheils ¬
die nördliche aus Land, und die südliche aus Wasser ¬
besteht. Wenn der 185. Grad der Länge unter den
messingenen Meridian eines Erdglobus, und der Globus
selbst auf die südliche Polhöhe von 50 Graden gestellt
*) Allg. N. G. 1 B. S. 290.
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