Volltext : Otto, Johann Friedrich Wilhelm: System einer allgemeinen Hydrographie des Erdbodens

Vierte  Abth.  Fünfter  Abschnitt
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Der  See  Ontario.  Seine  Figur  ist  eiförmig,  und  seine
gröste  Länge  erstreckt  sich  von  Nordosten  nach  Südwesten. ¬
  Man  giebt  seinen  Umfang  anf  600  Meilen  an.
Der  See  Oniada.
Der  See  Champlain  —  in  der  Richtung  von  Norden
nach  Süden  8  Meilen  lang,  und  seine  gröste  Breite
beläuft  sich  auf  14  Meilen.
Der  See  Georg.
Der  Johannissee  —  von  einer  kreisförmigen  Figur,
und  etwa  80  Meilen  im  Umfange.
Alle  diese  Seen,  und  noch  mehrere  andere,  liegen  innerhalb ¬
  der  Grenzen  von  Kanada,  und  man  sieht  daraus,  daß
die  nördlichen  Gegenden  von  Amerika  mehr  Wasser  enthalten,
als  irgend  ein  anderer  Theil  der  Erde  *).
Südamerika.
Hier  ist  zu  bemerken:
Der  See  Parima.  Die  älteren  Erdbeschreiber  setzen
ihn  gerade  unter  den  Aequator,  und  geben  demselben
eine  Länge  von  300  Meilen  von  Osten  nach  Westen,
und  in  der  Breite  100  Meilen.  De  la  Condamine
und  andere  Reisende  konnten  ihn  nicht  finden.
Der  See  Titicaca  —  ein  großer  Steppensee  in  den
südlichen  Gebirgen  von  Peru.  Er  hat  ein  salziges  Wasser, =
  und  80  Meilen  im  Umkreise.
Da  die  Portugiesen  und  Spanier  keinem  Fremden  gestatten, =
  ihre  Länder  näher  kennen  zu  lernen,  und  sie  weit  entfernt ¬
  sind,  sich  selbst  diese  Mühe  zu  geben;  so  ist  es  kein
Wunder,  wenn  man  von  anderen  Seen,  die  hier  seyn  mögen, =
  gar  nichts  weiß.
*)  Diese  Bestimmungen  sind  aus  Carver's  Reisen  genommen,  in  der
Sammung  von  Reisebeschreibungen.  Hamb.  1  Th.  1780.  8.  S.  1.  u.  f.
Fünfte
            
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