Full text : Otto, Johann Friedrich Wilhelm: System einer allgemeinen Hydrographie des Erdbodens

Uebersicht  der  vornehmsten  Seen  auf  unserer  Erde.  501
telländischen  Meeres  in  einer  Länge  von  14  —  15  Teutschen ¬
  Meilen  von  Osten  nach  Westen,  und  in  einer
Breite  von  8  Meilen.  Ein  sandiges  Gestade  von
Meile-  Breite  sondert  ihn  vom  Meere  ab.  Er  hat
nur  5  bis  6  Fuß  hohes  Wasser,  welches  zur  Zeit  der
Nil=Ueberschwemmung  süß,  die  übrige  Zeit  des  Jahres
hindurch  aber  salzig  ist;  er  hat  eine  Kommunikation
mit  dem  Meere.
Birket  el  Kerum  (Charonssee),  vier  Meilen  von  Fium
in  Mittelegypten.  Pocoke  schätzt  seine  Länge  auf  50,
und  die  Breite  auf  30  Meilen.  Er  erstreckt  sich  weit
in  Libyen  hinein,  hat  ein  salziges,  zur  Zeit  der  Nilergießung ¬
  aber  ein  trinkbares  Wasser.  Der  Stand  des
Wassers  ist  darin  bisweilen  sehr  niedrig,  und  zwei  starke ¬
  Quellen  in  dem  See  machen,  daß  er  nicht  ganz  austrocknet. ¬

Der  See  Faraon,  im  Staate  von  Tunis.
Der  See  Burnu  in  Nigritien,  dessen  eigentliche  Lage
unbestimmt  ist.
Der  See  Dembea  dder  Tsana  in  Abysinien,  durch
welchen  der  Nil  seinen  Lauf  nimmt.
Der  See  Aquilunda,  dessen  Lage  noch  ungewiß  ist.
Der  Marawi  oder  Zambre,  im  Lande  der  Kaffern.
Der  gröste  Landsee  Afrlka's,  so  viel  ihrer  bekannt  sind.
So  weit  man  von  ihm  Nachricht  hat,  erstreckt  er  sich
in  einer  Länge  von  70  Meilen  von  Südwesten  nach
Nordosten.  Er  enthält  eine  Menge  unbewohnter
Inseln.
Die  Seen
Saxia,  wenig  bekannt.
Zawja,  in  Abyssinien.
Maberia,  in  Nigritien.
            
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