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Erste Abth. Das Wasser überhaupt.
ergiebt sich hieraus, daß die Verdampfung in verdünnter
Luft, und im luftleeren Raume um so schneller erfolgen
müsse.
Der Wasserdampf ist vollkommen durchsichtig, unsichtbar
und farbenlos; er steigt in die Atmosphäre und vermischt
sich mit der Luft, jedoch nur mechanisch, und behält in dieser ¬
Mischung, seine distinctiven Eigenschaften bey.
Die Wasserdämpfe sind elastisch. Wirkungen dieser Eigenschaft ¬
zeigt schon die Dampfkugel, ein kleines, hohles.
birnförmiges oder rundes Gefäß von Blech oder Glas mit
einem sehr dünnen Schnabel versehen. Sebald in ihr das
Wasser kocht, so strömt der Dampf aus der Oefnung der
Röhre, wie ein heftiger Wind, hervor. Hat der Schnabel
eine horizontale Stellung, so bleibt der aus ihm hervor strömende ¬
Dampfstrahl auch horizontal, und man sieht daraus,
daß der Dampf ungefähr eben so schwer ist, als die Luft,
Denn wäre er viel leichter, so würde er schnell in die Höhe
steigen, wie ein feiner, Rauch, wäre er aber eigenthümlich
viel schwerer, so würde er sich stark nach unten krümmen.
Läßt man diesen Dampf in ein mit kaltem Wasser angefülltes =
Glas hineingehen, so verursacht er keine Blasen im Wasser, ¬
welches beweiset, daß er nicht aus Luft besteht: denn
Luft, die man ins Wasser bläst oder treibt, erzeugt darin
allezeit Blasen.
Die Gewalt, welche eingeschlossene Wasserdämpfe durch
die Erhitzung gegen die Hindernisse ihrer Expansion auszuüben ¬
im Stande sind, ist außerordentlich groß, und sie bringt
bewundernswürdige Wirkungen hervor. Ihre Kraft kann
keiner Berechnung unterworfen werden, weil es an Mitteln
gebricht, den überaus hohen Grad der Elasticität dieser
Dämpfe zu messen. Beispiele geben die bekannten Knallkügelchen, ¬
der Papinianische Digestor und die Dampf- und
Feuermaschinen. Sie zeigen uns, daß die Dämpfe mehr als
zu sehr hinreichen, den erstaunlichen Effekt der Vulkane und