Volltext : Otto, Johann Friedrich Wilhelm: System einer allgemeinen Hydrographie des Erdbodens

Von  den  stehenden  Gewässern  der  Erde.
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in  Brasilien,  läuft  anfänglich  westlich,  wendet  sich  dann  nach
Südwesten,  darauf  südostwärts,  in  welcher  Richtung  er
ins  Aethiopische  Meer  fällt.  Die  Breite  seiner  Mündung
beträgt  an  250  Englische  Meilen,  ein  Uferabstand,  wovon
wir  in  unserer  Hemisphäre  kein  Beispiel  haben.  Er  läuft
an  800  Meilen  weit,  von  seinem  Ausfluß  bis  zum  Ursprung
des  Flusses  Parana.
R.  U.  Rio-salado.  Rio  vermejo.  Paraguay
L.  U.  Uruguay.
Vierte  Abtheilung.
Von  den  stehenden  Gewässern  der  Erde.
Stehende  Gewässer  auf  unserer  Erde  sind  diejenigen,
welche  ohne  eine  solche  Bewegung  erscheinen,  wodurch  sie
ihren  Ort  verändern,  und  werden  also  in  dieser  Hinsicht  den
fließenden  entgegen  gesetzt.  Man  theilt  sie  ein:  in  Seen,
Sümpfe  und  Moräste.  Teiche  sind  kleinere  in  enge
Grenzen  eingeschlossene  Wasser,  ihre  Existenz  aber  mehrentheils ¬
  das  Werk  der  Menschen.  Wenn  das  Wasser  in  einem
auf  allen  Seiten  eingeschlossenen  Bezirk  von  geringem  Umfange ¬
  zusammen  fließt,  so  nennt  man  diesen  Raum  auch
wohl  einen  Kessel;  so  bilden  die  sieben  Quellen  am  Riesengebirge, ¬
  woraus  die  Elbe  entsteht,  einen  KesselDie ¬
  Seen  sind  der  Hauptgegenstand,  auf  den  wir  jetzt
unsere  Aufmerksamkeit  richten  werden:  und  wir  wollen  dann
die  Sümpfe  und  Moräste  betrachten.  Diese  Abtheitung  zerfällt =
  in  fünf  Abschnitte,  worin
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