Volltext : Otto, Johann Friedrich Wilhelm: System einer allgemeinen Hydrographie des Erdbodens

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Dritte  Abth.  Sechster  Abschnitt
sest
Hier  wendet  er  sich  mehr  südwärts,  und  bildet  an
seinem  Ausflusse  ins  Atlantische  Meer  bei  Lissabon  eine  weite ¬
  Mündung.
R.  U.  Lezare,  Alagon.  Alberche.  Guadarrama,
L.  U.  Sabor.
Die  Guadiana.  Sie  entspringt  in  La  Mancha  in
Neucastilien  bei  Alcarez  aus  einigen  Seen,  Lagunas  de
Guadiana  genannt,  verschwindet  einige  Meilen  nachher  in
Wiesen,  und  kommt  aus  anderen  Seen,  welche  Ojos  de
Guadiana  heißen,  wieder  hervor.  Von  hier  aus  ist  ihr
Lauf  in  verschiedenen  Krümmungen  westlich  bis  Badajoz,  wo
sie  sich  südwärts  neigt,  und  in  dieser  Richtung  dem  Atlantischen ¬
  Meere  zueilt.
R.  U.  Eiguela.
Der  Guadalquivir.  Seine  Quellen  befinden  sich  in
Granada  an  dem  südwestlichen  Theile  des  Gebirges  Segura. ¬
  Er  nimmt  im  Anfange  seine  Richtung  gegen  Süden,
wendet  sich  darauf  in  einem  Bogen  wieder  nordwärts,  worauf ¬
  er  westwärts  läuft,  und  dann  südwestlich  geneigt,  bei
Lucar  de  Barrameda  ins  Atlantische  Meer  fällt.  Er  durchschneidet ¬
  Andalusien  der  Länge  nach,  und  theilt  sich  vor  seinem ¬
  Ausfluß  in  verschiedene  Arme,  welche  sich  hiernächst
wieder  vereinigen,  und  die  Isla  major  und  menor  einschließen. ¬

R.  U.  Gutadiamar.  Guadarmena.
L.  U.  Xenil.
Der  Ebro  oder  Iber.  Seine  beiden  Quellen  befinden
sich  auf  dem  Gebirge  Santillana  in  Altcastilien  an  den
Grenzen  Asturiens,  nicht  weit  von  Aguilar  del  Campo.  Er
nimmt  seinen  Lauf  südostwärts,  durch  Altcastilien,  Navarra,
wo  er  bei  Tudela  schiffbar  wird,  Aragonien  und  Catalonien,
und  stürzt  sich  mit  großer  Heftigkeit  in  das  mittelländische
Meer,  wo  er  an  seiner  Mündung  die  kleinen  Inseln  Alfaques ¬
  bildet.
            
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