§. 105. 106.
I. Buch. Von den Rechten im Allgemeinen.
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Val. L. 43. §. 1. D. de R. J. Quotiens concurrunt plures actiones eiusdem rei
nomine, una quis experiri debet. Anwendungen davon: a) bei Concurrenz von
Ersatzklagen auf dasselbe Vermögensinteresse (quod ex patrimonio nobis abest),
gegen denselben Beklagten, L. 34. §. 1. 2. D. de O. et A. L. 38. §. 1. L. 43. 47.
pr. D. pro socio. 17. 2., oder gegen verschiedene, L. 17. pr. D. de dolo. 4. 3.
L. 1. §. 10 ... L. 4. D. de his qui effud. 9. 3.; b) bei Concurrenz von Ersatzklagen ¬
und gemischten Klagen, L. 7. §. 1. D. commod. 13. 6. L. 2. §. 3. D. de
priv, del. 47. 1. L. 34. §. 2. cit. „. .. Et quidem post legis Aquiliae actionem
utique commodati finietur. Post commodati, an Aquiliae remaneat in eo, quod in
repetitione triginta dierum amplius est, dubitatur; sed verius est, remanere, quia
simplo accedit et simplo subducto locum non habet.“ Zu lesen locum habet?
Savigny S. 229. fg., oder non remanere . . . locum non habet? Huschke a. a. O.
S. 184. fg. cf. L. 47. §. 1.... L. 50. D. pro socio. 17. 2. Sehr streitig, für das
heutige Recht aber unerheblich ist die Frage, ob die obige Regel auch Anwendung finde
auf mehrere Strafklagen, welche unter denselben Personen durch eine und dieselbe
Handlung begründet worden? L. 32. 34. pr. 53. pr. 60. D. de O. et A. L. 130.
D. de R. J. Savigny §. 234. Vangerow §. 572.
2 Ueber die sonst üblichen Unterscheidungen: subjective und objective, sodann successive,
cumulative und elective Concurrenz der Klagen vgl. Thibaut civ. Abh. S. 146...204.;
§§. 231...236.
eine neue vereinfachende Darstellung dieser Lehre gibt Savigny V.
Vgl. damit Huschke a. a. O., Sintenis §. 30. Brinz I. §. 40.
c) Verjährung.
§. 106.
«) Grund und Ursprung der Klagenverjährung'.
Verjährung einer Klage ist Aufhebung ihrer Wirksamkeit in Folge
lange versäumter Anstellung derselben. Sie ist gerechtfertigt theils durch
die Nachlässigkeit des Klagberechtigten, theils durch die Rücksicht auf den
Beklagten, um diesen gegen Erhebung von Rechtsansprüchen zu schützen,
die vielleicht nur scheinbar noch begründet, in der That aus nicht mehr
zu erweisenden Gründen erloschen sind. Gleichwohl kannte das ältere
römische Civilrecht keine Verjährung der Klagerechte; die actiones waren
perpetuae im buchstäblichen Sinn des Wortes. Aber die prätorischen Klagen
wurden großentheils, namentlich der Regel nach die prätorischen Strafklagen, ¬
auf einen annus utilis eingeschränkte, nach dessen Ablauf ihnen
annua exceptio entgegenstand"; zum Theil noch kürzere Fristen waren
den aedilitischen Klagen gesetzt“. Diese Klagen waren daher temporales
oder temporariae actiones. Auch bei einigen Civilklagen wurde eine bestimmte ¬
Zeitbeschränkung angenommen“, und in Betreff der speciales in
* pr. J. de perpetuis et temporalibus act. 4. 12. Gai. 1V. 110. 111. b L. 30, §. 5. D. de
peculio. 15. 1. L. 15. §. 5. D. quod vi. 43. 24. « L. 38. pr. D. de aed. ed. 21. 1. d Dig. ne
de statu defunctorum post quinquennium quacratur. 40. 15. Cod. 1. 21. L.. 1. Cod. de quadriennii
praescriptione. 7, 37. L. 1. §. 2. D. de iure fisci. 49. 14. cf. Gai. III. 121,