fullscreen : Dritter Band (3)

Vom  Tode.
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gewöhnliche  Fruchtbarkeit,  und  Rush  bemerkte  sogar  bei  denen,  die
das  gelbe  Fieber  überstanden  hatten,  eine  außerordentliche  Verstärkung ¬
  des  Geschlechtstriebes.  e)  Die  durch  den  zufälligen  Tod  bestimmte ¬
  Sterblichkeit  ist  ferner  so,  daß  sie  von  der  Fruchtbarkeit
überwogen  wird,  oder  es  werden  mehr  Menschen  geboren,  als  sterben. ¬
  In  manchen  großen  Städten  ist  dies  nicht  der  Fall,  indem
daselbst  sowohl  die  Sterblichkeit  größer,  als  auch  die  eheliche  Verbindung ¬
  seltener,  und  die  Fruchtbarkeit  geringer  ist;  in  ganzen  Ländern ¬
  ist  dagegen  die  Fruchtbarkeit  immer  größer  als  die  Sterblichkeit. ¬
  Die  Zahl  der  Todesfälle  verhält  sich  zur  Zahl  der  Geburten
jährlich  im  Durchschnitte  nach  Süßmilch  (Nr.  109.  I.  S.  242)
wié  1:  1,10  bis  1,13;  in  Frankreich  war  das  Verhältniß  im
Jahre  1826  wie  1:  1,18,  und  während  des  Jahrzehends  von
1817  bis  1826  wie  1:  1,25.  Nimmt  man,  um  im  Durchschnitte
und  in  runden  Zahlen  das  Verhältniß  auszudrücken,  an,  daß  auf
30  Menschen  jährlich  eine  Geburt  (§.  266.),  und  auf  35  Menschen
jährlich  ein  Todesfall  (d)  kommt,  so  kommen  auf  150  Menschen
jährlich  4  Todesfälle  und  5  Geburten;  die  Todesfälle  verhalten  sich
also  zu  den  Geburten  wie  4:  5,  oder  wie  1  :  1,25.  Die  Zunahme
der  Bevölkerung  beträgt  demnach  jährlich  ,  binnen  10  Jahren
1,  und  binnen  150  Jahren  eben  so  viel  als  die  ursprüngliche
Zahl.  In  Frankreich  nimmt  nach  Mathieu  (Nr.  395.  p.  1105)
die  Bevölkerung,  die  im  Jahre  1820  30,451,000  betrug,  jährlich
um  193,200  zu;  in  10  Jahren,  von  1817  bis  1826,  betrug  die
Zunahme  1,932,050  (ebd.  p.  98  sq.).  In  den  Niederlanden  kam
nach  Quetelet  (a.  a.  O.  p.  120)  jährlich  auf  27  Menschen  eine
Geburt,  auf  42  Menschen  ein  Todesfall,  und  die  jährliche  Zunahme
der  Bevölkerung  betrug  .  Wenn  um  Contendas  in  Brasilien
jährlich  ein  Todesfall  auf  20  Geburten  kommt  (Nr.  444.  II.  S.  525),
so  ist  dies  ein  Verhältniß,  welches  weder  über  einen  großen  Landstrich ¬
  sich  erstrecken,  noch  von  langer  Dauer  seyn  kann.  In  neuen
Ansiedelungen,  wo  eine  gesunde,  fruchtbare  und  dem  Gewerbe  günstige, ¬
  aber  bisher  menschenleere  Gegend  durch  muthigen  Unternehmungsgeist ¬
  cultivirt  wird,  wächst  die  Bevölkerung  ungemein  schnell,
so  daß  sie  lange  vor  Ablauf  eines  Jahrhunderts  sich  verdoppelt;  wie
aber  die  Lebensverhältnisse  allmählig  in  das  gewöhnliche  Gleis  tre39 ¬

III.
            
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