B. Erwerb. III. Naturale Arten. B. Zuwachs. 1. Fruchterwerb. § 151. 1.27
ohr
noch unverzehrten vorhandenen restituieren, ohne auf die von ihm
während seiner bona lide possessio schon verzehrten" oder erzielbaren, ¬
aber nicht wirklich erzielten", bei der Verurtheilung zur Restitution ¬
der Hauptsache mitverurtheilt zu werden", wie ihm dieses
5in Betreff aller, seit der Litiscontestation?
percipierter, wenngleich
verzehrter, oder der aus ihrer Verzehrung oder Veräußerung erzielten
Bereicherung oder Ersparung", so wie der seit jener Zeit durch eine
ihm zuzurechnende Schuld nichterzeugten oder nichtpercipierten Früchte"
bona sides je in dem Erwerbungsmomente; also fallen auch dem b. f. possessor
10 nur die Früchte zu, wenn er im Augenblick ihrer Separation in bona side ist.
Paul.L.48.§1.D.eod. Vgl. unten § §i,k,1.
(23) Paul.L.15. D.de usur.22,1.
„die Früchte, welche von dem b. f. possessor vor der Litiscontestation percipiert,
aber noch erstant find, „quasi malae sidei possessori condicuntur“. Id. L.4.§2.
D.fin.reg.10,1. „.. aut eniin bona fide percepit, et lucrari eum oportet, si eos
15 consumpsit; aut mala fide, et condici oportet". Etwas anderes will auch wol
ders. Paul.L.4.§19.de usurp. 41,3. nicht sagen in dem elliptischen, stilistisch freilich
nicht nachahmungswürdigen Zusatz „si consumpti sint“, den Unterholzner (Arch,
f. civ. Prax. 8. S.344.) durch wenn sie veräußert worden sind' erklären wollte,
Vangerow (ed.VI.Bd. 1.S.699.) für ein Glossem zu halten scheint, Puchta (Inst.
§ 242.not.rr.) für = si separati sint zu deuten suchte. Die Stelle sagt: „Wolle
von gestohlenen Schafen, beim Diebe geschoren, ist unusucapierbar; beim h. f.
possessor geschorene dagegen ist nicht vitios, braucht aber auch, weil sie zu den
Früchten zu rechnen ist, nicht erst usucapiert zu werden, sondern der b. f. emptor
erwirbt daran sofort Eigenthum. So erwirbt er auch Eigenthum an den bei
25 ihm (von einem gestohlenen oder nichtgestohlenen Schafe) geborenen Lämmern,
(welches er auch nicht zu erstalten braucht) si consumpti sint“; und so bildet die
Stelle eine Parallele zu dess. Paul.L.48.D.de A.R.D.41,1.
(24) denn
„quasi rem suam neglexit“: Ulp.L.31.§ 3.D.de H.P.5,3.
(25) s. Note18.
Gai.L.22.D.de V.S. „.. restituere est etiam .. fructus reddere ..“ cf.L.64.D.de R.
30 V.6,1.
(26) § 2.1.4,17. in Note 18. u. oben § 147 q.
(27) Auch dieses liegt im Begriffe der res cum sua causa; denn haec quoque
habiturus esset actor, si ei controversia mota non esset. s.§78e. L.15,§§1,3.
LL.17.45.68.71.D.de R.V.6,1. ef.L.20. §§ 6.21. L.25. § 7. L.31. § 3. L.40.pr. § 1. D.de
H.P.5,3. L.14.§11.D.q.met.c.4,2.u. a.
(28) cit.§ 2.1.4,17. „.. illorum
35 autem fructuum quos culpa sua possessor non perceperit, in utraque actione
der R. V. und der H. P.) eadem ratio paene habetur, si praedo sunrechtmäßiger
Besitzer] fuerit. si vero b. f. p.“ u. s. w. Paul.S.R. 1,13 .§ 9. (von Cuiac. 1566.
aus einer app. der L. Rom. Vis. ediert, in Haenel. ed nicht aufgenommen) „Hi fructus in
restitutione praestandi sunt petitori, quos unus quisque diligens pater familias
10 et honestus colligere potuisset“. §79. Noten 9...12. Daß es bei Bestimmung,
was der Besitzer als ffructus percipiendi zu leisten habe, nur auf die culpa des
den Ertrag versäumenden Besitzers, nicht darauf, ob ddieser mala oder hona fide
befaß, ob er mit der rei vindicatio oder der hereditatis petitio verklagt ist (in
welchem letzteren Falle der Verklagte nur schon früher so haftet, wie der Besitzer ¬
in ersterem von der Litiscontestation an), ankomme, also das Maß des zu
leistenden sich auch weder danach, wie viel der Kläger, noch danach, wie viel der