Einleitung.
Alle diese Werke enthalten nun brauchbare Materialien
für den Hydrographen, und sie sind überall, so wie auch
noch Hube's Unterricht in der Naturlehre, in einer Reihe
von Briefen, nebst den physikalischen Wörterbüchern von
Gehler und Fischer benutzt, in übrigem aber bei den einzelnen ¬
Materien die Quellen jedesmal angegeben worden.
Das Wasser bedeckt bei weitem den grösten Theil der
Erdoberfläche. Schon das Meer nimmt, wie wir in der Folge
sehen werden, mehr als die Hälfte derselben ein, und nicht
unbedeutend ist der Raum, auf dem trockenen Theile der
Erde, welcher von den fliessenden und stehenden Wassern bedeckt =
wird. Alles dieses Gewässer steht mit einander in Verbindung. ¬
Es war dem Schöpfer nicht genung, daß er den
grösten Theil der Erde der Herrschaft des Meeres unterwarf: ¬
das Wasser muste auch von hieraus abgeführt, und,
zur Erhaltung der Thiere und Gewächse, über seinen trockenen ¬
Theil geleitet werden, gleich den Säften in einem organischen ¬
Körper. Dies zu bewirken, ließ er Quellen, Flüsse
und Seen entstehen.
Alles Wasser, welches auf der Erde sichtbar erscheint, entspringt ¬
aus Quellen, welche in Bäche zusammen rinnen, die
sich hierauf in Flüsse sammeln, zum Theil Seen bilden, und
dann dem allgemeinen Sammelplatze alles Gewässers, dem
Meere zu eilen.
Der Ocean verschlingt am Ende alles Wasser der Erde: ¬
allein er behält diesen Vorrath nicht, sondern giebt ihn
dem Lande zurück. Dies geschieht nun durch den Luftkreis,
welcher von der Oberfläche der Gewässer, vorzüglich des Meeres, ¬
eine ungeheure Menge Wassers in dunstförmiger Gestalt
aufnimmt. Diese Dünste verbreiten sich hiernächst über das
Land, verdichten sich daselbst, und fallen als Thau, Regen,
Hagel und Schnee aus der Atmosphäre herab, da sie denn
von neuen zur Ursach der Quellen werden. Durch diesen
Weg wird nun das Gewässer auf unserer Erdkugel, zur