Temperatur des Quellwassers.
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Quelle Loka auch bei der grösten Sommerhitze beständig 6
Grad Wärme. Demungeachtet gefrieren dergleichen Quellen ¬
nie; die Wirkung der steten Bewegung des Wassers.
Dagegen giebt es aber auch Quellen von einer außerordentlich
hohen Temperatur.
Man theilt in dieser Rücksicht die Quellen in kalte
und warme ein. Diese heißen solche, welche die Temperatur ¬
des Luftkreises übersteigen. Der Grad der Wärme
ist jedoch bei ihnen sehr verschieden, und er steigt von der
Lauwärme bis zur Siedhitze, und darüber.
Die Ursach, welche das Wasser der Quellen in die höhere ¬
Temperatur versetzt, findet man von den Naturkundigern ¬
verschieden angegeben. Das Centralfeuer, welchem man
vormals alle große Erscheinungen in der unterirdischen Werkstätte ¬
der Natur zuschrieb, hat längst seine Anhänger verloren, ¬
und eben so wenig halten, bei den mehresten derselben,
die in ihren Gegenden sonst vorhanden gewesenen Vulkane
die Prüfung aus, da man bei ihnen keine Spur von Vulkanität ¬
entdeckt. Am nähesten kommen der Wahrheit diejenigen, ¬
welche die Entstehung derselben von Kiesen herleiten.
Diese Körper sind eine Verbindung des Eisens mit Schwefel, ¬
und werden daher Eisen= oder Schwefelkiese genannt.
Sie finden sich häufig in der Erde. Wenn sie hier mit dem
Wasser in Berührung kommen, wie solches nicht selten der
Fall ist, so erfolgt eine Zersetzung nicht allein des Kieses
sondern auch des Wassers. In diesem Zustande nun setzt
dieses seinen einen Bestandtheil, den Sauerstoff, an das Eisen ¬
und den Schwefel ab, wodürch jenes verkalkt, dieser
aber gesäuert wird. Der Wasserstoff, als der zweite Bestandtheil, ¬
verbindet sich mit einem Theile Schwefels aus
dem Kiese, und ist nun als geschwefeltes Wasserstoffgas zu
betrachten, welcher sich als eine elastische Flüssigkeit in Freiheit ¬
zu setzen sucht. Indem das Wasser so zerlegt worden
ist, wird der Wärmestoff, welcher ihm vorher den Zustand