Volltext : Otto, Johann Friedrich Wilhelm: System einer allgemeinen Hydrographie des Erdbodens

Beschaffenheit  des  Quellwassers.
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mit  Quecksilber  gefüllten  Recipienten  überstürtzt  ist.  Es  erheben =
  sich  Luftblasen  in  diesem,  die  das  Quecksilber  daraus
vertreiben.  Wenn  sich  aus  dem  kochenden  Wasser  keine
Luftblasen  mehr  entwickeln,  läßt  man  die  Luftmasse  erkalten,
und  man  findet  die  Luftmenge,  welche  in  einer  bestimmten
Quantität  Wasser  befindlich  ist.  Sie  kann  alsdann  nach  Kubikzollen =
  gemessen  auch  gewogen  werden.  So  kann  man
auch,  wenn  das  Wasser  bis  zur  Trockenheit  abgezogen  ist,
den  Rückstand  wägen,  da  sich  dann  erkennen  läßt,  wie  viel
ein  Wasser  an  festen  Bestandtheilen  überhaupt  enthält,  und
diese  lassen  sich  dann,  durch  besondere  Behandlungen,  zerlegen,
und  nach  ihren  quantitativen  Verhältnissen  einzeln  darstellen.
Wenn  man  die  flüchtigen  Bestandtheile  eines  Mineralwassers ¬
  von  den  festen  geschieden,  und  diese  besonders  dargestellt ¬
  hat;  so  bleibt  am  Ende  noch  ein  harziges  Wesen  übrig,
welches  man  Harzstof,  Extractivstoff  nennt,  und  dieser
besteht  aus  den  ihm  beigemischten  organischen  Theilen,  deren
oben  Erwähnung  geschehen  ist.
Durch  die  Bemühung  der  Chemiker,  die  Stoffe  und
ihre  Verwandschäften  zu  erforschen,  ist  man  in  den  Stand
gesetzt  worden,  mehrere  Mineralwasser,  und  zwar  in  ziemlicher ¬
  Vollkommenheit,  durch  die  Kunst,  zu  bereiten.  Man  bedient ¬
  sich  im  Kleinern  dazu  vorzüglich  der  von  Nooth  erfundenen, ¬
  von  Parker  aber  verbesserten,  Maschine.  Sie
besteht  aus  drei  gläsernen,  über  einander  befindlichen,  und
mit  einander  verbundenen-  Gefäßen,  in  deren  unterstes  die
Materialien,  als  gestoßener  Marmor,  Kalkstein,  Kreide  und
dgl.,  geschüttet  werden,  aus  denen  sich  die  Gasart  entwickeln
soll,  mit  der  man  das  Wasser  imprägniren  will.  Diese  Materien ¬
  werden  mit  verdünnter  Schwefelsäure  übergossen.  Das
dadurch  entstehende  Gas  steigt  nun  durch  das  zweite  mit
Wasser  angefüllte  Gefäß  zu  dem  dritten  hinauf.  Wenn  dieses ¬
  geschehen  ist,  so  wird  das  obere  abgenommen,  verschlossen, ¬
  und  Wasser  hineingegossen,  welches  sich  dann  durch
            
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