Volltext : Otto, Johann Friedrich Wilhelm: System einer allgemeinen Hydrographie des Erdbodens

Zweite  Abth.  Zweiter  Abschnitt.
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etliche  hundert  Schritte  weit  von  einander  gefunden  werden,
und  es  scheinen  hier  die  Flötze,  woraus  sie  entspringen,  in
verschiedener  Tiefe  zu  liegen  1).
Seifenartige  Wasser.
Seifenartige  Wasser  nennt  man  solche,  die  eine
gute  und  feine  Thonerde  mit  sich  führen,  welche  sie  bei  einer
gelinden  Verdünstung  absetzen.  Nach  Cartheuser=)  befindet ¬
  sich  dieser  Bestandtheil  darin  im  Zustande  einer  vollkommenen ¬
  Auflösung,  welches  ihre  Klarheit  zu  erkennen  gebe.
Sie  sind  in  Ansehung  ihres  firen  Gehalts  die  unwirksamsten, ¬
  von  seifenartigem  Geschmacke,  und  fettig  anzufühlen
Hieher  gehören:
Die  Wasser  von  Plombieres  in  Lothringen,  welche
ihre  Thonerde  am  Rande  der  Quelle  absetzen  3).
Das  Schlangenbad  in  der  Grafschaft  Katzenellenbogen.
Das  Wasser,  welches  in  seinen  Eigenschaften  mit  dem
vorigen  übereinkommt,  ist  lauwarm,  von  bläulicher  Farbe,
geruchlos,  und  von  einem  schwachen  Salzgeschmack,  unt
auf  seiner  Fläche  schwimmt  die  Thonerde  in  Gestalt  einer
schmutzigen  Fettigkeit  4).
Der  Mochinger  Gesundbrunnen  in  Bayern.  Das
Wasser  ist  klar,  mitten  im  Sommer  kalt,  und  von  einem
süblichen  Geschmack  ).
1)  Aus  einem  Br.  des  Herrn  Dr.  Fückert  an  Herrn  Ktaproth.  M.  f.
auch  Herrn  v.  Crell's  chem.  Annal.  1793.  1.  B.  S.  224.  Oesterreicher ¬
  Analysis  aquarum  Budensium.
2)  1.  C.  p.  84.
2)  Malovin,  analyse  des  eaux  savoneuses  de  Plombieres.  Mem.  de
l'Acad.  a  Paris  1746.
4)  Walcker's  Beschr.  des  Schlangenbads  1721.  1724.  1747.  mit  Carl's
Beschr.  desselb.
5)  Leuthner's  Beschr,  des  Seifenbads  zu  Marienbrun.  1790.  4,
            
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