Beschaffenheit des Quellwassers.
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in sich auf. In der mittlern Temperatur nehmen 100 Kubikzolle ¬
Wasser 60 Kubikzolle dergleichen Gas in sich, und
nach Hahnemann 42,000 Gran kaltes Wasser so viel
Gas auf, daß die Menge des darin enthaltenen Schwefels
100 Gran beträgt.
Von den schwefelhaltigen Quellen sind die warmen am
gemeinsten. Sie finden sich in der Nachbarschaft der Vulkane, ¬
oder an solchen Orten, wo man unterirdisches Feuer
annehmen kann. Kalte Quellen dieser Art giebt es gewöhnlich ¬
am Ausgange der Flötzgebirge, und in der Nähe von
Steinkohlengruben und Salzquellen.
Bergmann 1) findet die Erklärung des Schwefelgehalts ¬
bei den Mineralquellen am schwierigsten, da es ihm
nie gelingen wollte, aus ihren Wassern, durch die Kunst,
Schwefel zu erhalten. Herrn Westrumb scheint es, daß
eine große Menge Schwefel dadurch erzeugt werde, wenn
irgend an einem Orte sich Schwefelleber im Wasser aufgelöset =
hat, und gründet darauf eine besondere Eintheilung dieser
Wasser.
Zu den vorzüglichsten Quellen dieser Art gehören folgende: ¬
Das Achener Bad. Das Wasser quillt aus mehrern
Oefnungen warm hervor, in einer Temperatur von 111
bis 160 Grade Fahrenh. Es hat einen durchdringenden ¬
Schwefelgeruch, und ist vom Lucas, Williams
und Michels, chemisch untersucht worden 2).
Das Gasteiner Wildbad im Salzburger Gebiete 3).
1) Phys. Erdb. 1. B. S. 315.
2) Lucas Versuch von den Wassern, 3 Th. 1796. S. 1. Williams
Treatise on the virtues of the water of Aix la Chapelle. Lond.
1772. Michels, über die Nutzbarkeit der in Achen befindlichen Mineralwasser. ¬
Kölu 1786.
2) Barisoni phys. chem. Untersuchung des Gasteiner Bades. Salzburg ¬
1786
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