Volltext : Funke, Carl Philipp: Naturgeschichte und Technologie zur Selbstbelehrung für Nichtstudierende

Das  Gewächsreich.
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Großen  bereitet  wird  ,  ist  ausnehmend  süß,  und  dient
vorzüglich  in  der  Medicin.
Der  Kastanienbaum,  ursprünglich  aus  Asen,
wächst  zur  Größe  einer  Eiche  heran.  Die  Früchte  des
gemeinen  werden  nicht  so  gern  gegessen,  wie  die
edlen  Kastanien  (Maronen),  die  in  südlichen  Gegenden ¬
  Europens  am  besten  gedeihen.  Die  Früchte  dieses
Baums  sind  in  manchen  Gegenden  für  die  Menschen  eine
eben  so  allgemeine  Nahrung,  wie  bei  uns  die  Kartoffeln.
Ein  beträchtlicher  Handel  wird  damit  auf  der  Insel  Korsika =
  und  in  der  Pfalz  getrieben.  Das  Holz  ist  wegen  seiner ¬
  Festigkeit  zum  Bauen  gut,  zum  Brennen  aber  nicht
sonderlich.
Eine  ganz  andere  Gattung  ist  die  Roßkastanie,  die
man  hauptsächlich  ihres  schönen  Wuchses  wegen  anDie ¬
  bittern  Früchte  werden  von  mehrern  Thiepflanzt. =

ren  gern  gefressen.
Der  Mispelbaum  wird  wild  in  Büschen  angetroffen. ¬
  Unter  den  mehrern  Abänderungen  des  Gartenmispelbaumes ¬
  giebt  es  auch  eine,  welche  Früchte  ohne
Kerne  trägt.  Die  Mispeln  müssen  bekanntlich  lange  liegen, ¬
  ehe  sie  genießbar  werden.
Der  Maulbeerbaum,  dessen  Anpflanzung  uns
mehr  der  Blätter,  als  der  Früchte  wegen  wichtig  ist,
wurde  aus  Asten  nach  Europa  gebracht,  und  insonderheit
seit  der  Einführung  des  Seidenbaues  in  Deutschland  häufig
angepflanzt.  Aus  der  Rinde  und  den  jungen  Zweigen,  des
Papier=Maulbeerbaumes  verfertigen  die  Bewohner ¬
  der  Südseeinseln  Zeug  zu  Kleidern.  Das  Holz  des
Färber=Maulbeerbaumes  (gelbes  Brasilienholz)
dient  so  wohl  zum  Färben,  als  zum  Einlegen.  Auch  kann
das  Holz  der  übrigen  Gattungen  zu  Tischler=  und  Drechsleratbeiten =
  sehr  gut  gebraucht  werden.
Der
            
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