37
Die Gewerbsbeschränkung.
lich dem Publikum, und meist auch den Jnhabern des Monopols =
selbst.
Sie gibt z. B. kein Monopol allen den Gewerben, deren
Waren jezt durch den Handel geliefert werden, oder beschrankt
dis doch nur auf den augenbliklichen örtlichen Bedarf, oder
auf den Bedarf der ärmern Classe, welche, weil sie nur Kleinigkeiten ¬
kauft, nicht von auswärts beziehen kann. So ist
jezt der Absaz der weit hinter der Zeit zurükgebliebenen Lichterzieher ¬
und Seifensieder in manchen Orten gering, da alle
größern Haushaltungen ihren Bedarf von auswärts beziehen,
oder auf den Messen kaufen, wo sie ihn besser und billiger erhalten. ¬
Sie wird schädlich selbst den Inhabern des Monopols,
weil diese, eben durch den erzwungenen Gewinn nur zu leicht
zu nachläßigem Betrieb des Geschäfts und zu größern Ausgaben ¬
veranlaßt werden — und dann am Ende doch nichts
übrig haben. Man betrachte die Inhaber solcher begünstigten
Gewerbe und die der eigentlichen Sinekuren (welche ich hier
nicht nennen will, da sie der Drukerschwärze nicht bedürfen
so wird man viele Belege zu dem Gesagten in jeder Stadt
zu finden wissen, und zugeben, daß selbst die Inhaber der Monopolgewerbe ¬
großentheils nicht so viel übrig haben, um ihre
Kinder wieder in Monopolgewerben unterbringen zu können,
und daher, wenn sie es auch leidlich gut hatten -- doch auf
ihre Familien die Uebel der Gewerbsbeschränkung lasten sehen.
„Im Gewerbswesen mehr als irgendwo gilt das Sprichwort ¬
veine Schwalbe macht keinen Sommer.« Die Gewerbsthätigkeit ¬
verlangt die gegenseitige Reibung der Anstalten an
einander — also gerade das Gegentheil von dem, was das
Monopol will — um sich zu entflammen. Das größte Gluk
einer Fabrik in einem Lande, wo sie vereinzelt steht, ist die
Entstehung anderer, welche mit ihr wetteifern, ihr alle Tage