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Erkündigung geben, und überall wird man auch diese
Darstellung bestätigt finden. Sehr bezeichnend ist namentlich ¬
die Klage so vieler Hausmütter gegenüber der Forderung, ¬
nicht auf dem Wege des gewöhnlichen Almosengebens ¬
der Armut zu helfen; „Was soll man?" sagen
sie, „wenn so halbwilde Gesichter kommen, und ihren
Blik begehrlich in allen Eken herumtreiben, so ist man
froh Etwas zu geben, damit man sie nur so geschwind
als möglich wieder vom Hause weg hat." So bemerken
wir im Fernern, daß der Hang zum beruflosen Herumstreichen ¬
auf sehr bedenkliche Weise zugenommen habe.
Es geschieht häufiger als ehemals, daß sich Leute im
frühen Jugendalter schon von ihren Familien abtrennen,
ihre Heimat verlassen und sich mit andern ihres Gelichters ¬
zu handwerksmäßigem Bettel und zur Vagantität
vereinigen. Eine weitere den Stand der Armut charakterisirende ¬
Erscheinung ist die, daß häufig und immer
häufiger junge starke Weibsbilder in Bettel und Vagantität ¬
sich herumtreiben, sonder Scham und Scheu dem
schlechten Leben fröhnen und die Früchte desselben im
Lande herumschleppen, oder aber sich ihrer auf verbrecherische ¬
Weise zu erwehren oder zu entledigen suchen.
Wir behaupten, daß unter diesem Vagantenvolke die
Fruchtabtreibung eine ganz gewöhnliche Sache sei, über
die dasselbe nicht nur gar kein Hehl hat, sondern sich
gegenseitig über die sichersten Mittel dazu belehrt. Und
wahrlich! bald wäre man versucht, ein solches Verfahren,
gegenüber dem gräßlichen Elende, dem die Vagantenkinder
meistenteils entgegenleben, stillschweigend zu billigen,
forderten nicht die stärksten Gründe der Moral und öffentlichen ¬
Ordnung laut und entschieden die rüksichtsloseste
Bekämpfung alles dessen, was der Menschenbestimmung
zuwiderläuft.
Und wie machen sich die in glüklichern Umständen