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gegen den Dieb auf die Auslieferung der gestohlenen -
Sachen zu klagen. )
Sempronius macht ein Testament, in welchem -
er seinem Sohn einen geringern Erbtheil
hinterläßt, als er sollte. Der Sohn, der hiedurch -
verkürzt wird, ist bey der Errichtung des
Testaments gegenwärtig, und ob er gleich weiß,
daß ihm zu wenig verschafft worden, widerspricht -
er dennoch seinem Vater nicht. Hat er
hiedurch das väterliche Testament gebilligt, und
in die ihn betreffende nachtheilige Verordnung
eingewilligt? Keineswegs: denn die Gesetze
hatten ihm nicht befohlen, zu reden: und man
darf nicht annehmen, daß jemand stillschweigend -
seinem Recht entsagen wolle.
Folgendes ist ein anderes Beyspiel, daß
man aus dem Schweigen weder Billigung noch
Mißbilligung folgern könne.
Titius und Mevius besitzen einen Garten
gemeinschaftlich.? Titius baut in demselben
mit Vorwissen des Mevius ein Lusthaus. Mevius -
hätte den Titius hieran hindern können:
er
L. 9. 5. 1. D. de furt.
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Max-Planck-Institut für
UNIVERSTTAT
DF
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TÜBINGEN