Volltext : Gesterding, Franz Christian: Alte und neue Irrthümer der Rechtsgelehrten

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Leyser*)  z.  B.  glaubt  das  Letztere,  und  führt
folgende  Gründe  an:  Nàm,  dum  aperte  de  altero
loquor,  nec  quidquam  de  meo  admisceo,  aperte
satis  prae  me  fero,  me  mihi  necessitatem  nullam
imponere  velle.  Alter  paciscens  ergo,  qui  fidejussionem ¬
  vel  evictionis  praestationem  a  promittente ¬
  exigere  voluit,  mentem  clarius  exprimere
debuit  et  quia  id  non  fecit,  damnum,  si  quod
patitur,  imprudentiae  suae  imputet.  Hert  2)
hingegen,  welcher  den  philosophischen  Rechtsgelehrten ¬
  beyzuzählen  ist,  lehrt  das  erstere.
Er
sagt:  Utut,  si  nudum  naturae  jus  spectetur,  hoc
aliter  se  habeat,  nam  qui  factum  alienum  promisit, ¬
  ne  frustra  contraxisse  intelligatur,  promisisse ¬
  utique  videtur,  nihil  se  omissurum,  quod
ex  sua  parte  ad  id  implendum  facere  poterat.
Jndem  ich  nun  meine  Meinung  vortrage,  will
ich  den  Leser  nicht  aufhalten,  sondern  ihn  gleich
Anfangs  auf  den  Standpunct  stellen,  von  wo  aus
er  auf  die  leichteste  Art  zu  einer,  wie  ich  glaube,
richtigen  Ansicht  dieser  ganzen  Materie  gelangen
kann.
Jch  halte  mit  Leyser  dafür,  nach  dem  bloßen
Naturrecht  sey  die  Promissio  facti  alieni  ungültig, =
  aber  aus  andern  Gründen.  Auch  werde  ich
—
2)  Spec.  521.  med.  7.
2)  De  obligatione  alium  daturum  facturumve  disquis. -
  sect.  I.  §.  1.  (Opusc.  Vol.  1.  tom.  5.  p.  248.
seq.)
            
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