Full text: Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch für die gesammten Deutschen Erbländer der Oesterreichischen Monarchie (2)

Von den Glücksverträgen. 
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te, oder üͤber kuͤnftige noch unbestimmte 
Sachen errichtete Kauf= und andere Ver 
träge; ferner, die Leibrenten; die gesell 
schaftlichen Versorgungsanstalten; endlich 
die Versicherungs- und Bodmereyverträge. 
§. 1270. 
Wenn über ein beyden Theilen noch 
unbekanntes Ereigniß ein bestimmter Preis 
zwischen ihnen für denjenigen, dessen Be 
hauptung der Erfolg entspricht, verabre 
det wird; so entsteht eine Wette. Hatte 
der gewinnende Theil von dem Ausgange 
Gewißheit, und verheimlichte er sie dem 
anderen Theile; so macht er sich einer Arg 
list schuldig, 
und die Wette ist ungültig. 
Der verlierende Theil aber, dem der Aus 
gang vorher bekannt war, ist als ein Ge 
schenkgeber anzusehen. 
§. 1271. 
Redliche und sonst erlaubte Wetten sind 
in so weit verbindlich, als der bedungene 
Preis nicht bloß versprochen, sondern wirk 
lich entrichtet oder hinterlegt worden ist. 
Gerichtlich kann der Preis nicht gefordert 
werden. 
II. Theil. 
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1) die Wette;
	        
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