Full text: Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch für die gesammten Deutschen Erbländer der Oesterreichischen Monarchie (2)

Von den Ehe=Pacten. 
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des Mannes, und soll immer auf drey 
Monathe vorhinein entrichtet werden. 
§. 1243. 
Der Witwe gebühret noch durch sechs 
Wochen nach dem Tode des Mannes, und, 
wenn sie schwanger ist, bis nach Verlauf 
von sechs Wochen nach ihrer Entbindung 
die gewöhnliche Verpflegung aus der Ver 
lassenschaft. So lange sie aber diese Verpfle 
gung genießt, kann sie keinen Witwenge 
halt beziehen. 
§. 1244. 
Wenn die Witwe sich verehelichet; so 
verliert sie das Recht auf den Witwengehalt. 
§. 1245. 
Wer das Heirathsgut übergibt, ist be 
rechtiget, bey der Uebergabe, oder wenn in 
der Folge Gefahr eintritt, von demjeni 
gen, der es empfängt, eine angemessene 
Sicherstellung zu fordern. Vormünder und 
Curatoren einer pflegebefohlenen Braut 
können die Sicherstellung des Heirathsgu 
tes, und eben so der bedungenen Wider 
lage und des Witwengehaltes, ohne Geneh 
migung des obervormundschaftlichen Ge 
richtes, nicht erlassen. 
Sicherstel 
lung des Hei 
rathsgutes, 
der Wider 
lage und des 
Witwenge 
haltes.
	        
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