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Beachtung der Forderungen zu unterdrücken, ob es thunlich ¬
sey, dem Zeitgeist Gewalt entgegen zu setzen, und ihn
zu unterdrücken. Der Zeitgeist ist eine Macht. Der Zeitgeist, ¬
die öffentliche Stimme, die öffentliche Meinung ist der
Ausspruch der Verständigen, der Erfahrenen, der Denkenden ¬
in allen Ständen, in allen Klassen des Volks mit
Ausnahme derjenigen Wenigen, welche den Zeitgeist nicht
anerkennen oder ihn für einen falschen und deßhalb niederzudrückenden ¬
erklären. Bei der vorliegenden Frage hat
aber der sich beschwerende Theil auch noch die Regierung
auf seiner Seite. Dieselbe vereinigt in ihrem Schooß immer
eine große Zahl gelehrter erfahrener und verständiger Männer. ¬
Der gebildete HandelsStand und der sich nun auch
allmählig immer mehr bildende Stand der Gewerbtreibenden, ¬
und besonders die Klasse der Gelehrten hat sein Urtheil
über die in Vorwurf gekommene Frage längst gefällt, und
das Verlangen des Bauern Standes nach Entfesselung von
Grund und Boden als gerecht und billig erkannt. Würden
die durch das Feudal System darauf gelegten Lasten durch
milde Ausübung der denselben entsprechenden Rechte, wie
dieß in älterer Zeit öfters, und gewöhnlich von Kloster Her
schaften geschah, gemildert, so ließen sich wohl manche, ja
viele Stimmen beschwichtigen, aber leider gibt es viele Standes= ¬
und GutsHerren, welche durch die strengste Ausübung
ihrer vermeintlich wohl erworbenen Rechte, ja durch möglichste ¬
Ausdehnung derselben, und sogar durch Mißbrauch
ihrer GutsHerrlichkeit dem Zeitgeist und der öffentlichen
Meinung entgegentreten. Die Folgen sind einleuchtend.
Solche harte Behandlung erzeugt Bitterkeit, Haß und Unwillen ¬
und feindselige Gesinnungen — ein allgemeines Streben,
das Joch leichter zu machen. Daher dann auch die fürchtbar ¬
vielen Zerwürfnisse zwischen GrundHerren und GrundHolden, ¬
die vielen Streitigkeiten, welche auf administrativem ¬
Weg vor den Regierungen und gerichtlich vor den Gerichten, =
freilich bei beiden langsam genug behandelt werden.