Die Pferde.
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Einige haben sie in Dampf gekocht, und in einer großen englischen Fabrikwirthschaft ¬
werden 80 Pferde so ernährt. Wo dies aber hier versucht worden, da
haben die Pferde sie so gar nicht fressen wollen.
Auch Steckrüben und Rotabaga hat man den Pferden gegeben, und sie haben
solche eben so gern wie Möhren gefressen. Desgleichen Pastinaken. Nur muß
man ihnen dies alles kennen lehren, wie man es mit dem Brodte thut.
§. 141.
Einige Pferde werden bloß mit Spreu oder Kaff und mit Stroh geschnittenem Kaffoferde.
Heu unterhalten. Wenn sie aber stärker arbeiten sollen, dann bekommen sie doch Körner =
daneben. Wo man die Pferde im Winter nur selten gebraucht, da mag das
gehen. Zuchtstuten in Stütereien, die nicht arbeiten, werden häufig so erhalten.
§. 142.
Jede Fütterung muß den Pferden in kleinen Portionen gegeben, und nicht Futterordnung. =
auf einmal eingeschüttet werden. In der Regel muß ein Pferd drei Stunden zum
Fressen haben; die Knechte müssen also, besonders des Morgens, drei Stunden
vor dem Arbeitsanfange aufstehen und das erste Futter geben. Die Fütterungsstunden ¬
müssen genau gehalten werden.
§. 143.
Das Tränken der Pferde muß mit besonderer Vorsicht und nur wenn sie völlig Das Tränken.
abgekühlt sind, im Stalle geschehn. Unterweges kann man wohl Wasser geben,
aber sehr mäßig, und muß sie gleich darauf wieder in Bewegung setzen. Auch ist
es bedenklich, sie unmittelbar nach einem Kornfutter saufen zu lassen; man muß
ihnen zuvor Heu geben. Einige halten hartes Wasser den Pferden gesunder; die
Pferde lieben aber weiches Wasser mehr und saufen eher aus stehenden Pfuhlen als
aus frischen Quellen. Deshalb lassen andre auch hartes Brunnenwasser erst eine Zeit
lang in einem besonderen Gefäße an der Luft stehen, bevor sie es den Pferden geben.
§. 144.
Die Reinhaltung der Pferde ist besonders wichtig, indem sich sonst eine Borke Das Putzen.
auf der Haut vom Schweiße und Staube erzeugt, die durch Unterdrückung der
Ausdünstung, Ausschlag und andere Krankheiten erregt. Die sorgfältige Behandlung ¬
mit Striegeln, Bürsten, Klopfen und Waschen, die man den Luxuspferden
jedesmal, wenn sie aus und in den Stall kommen, giebt, ist freilich bei AckerpferKkk2 ¬