1908 bestimmt und der schon bestehende Unterausschuß mit der
Durchführung des vorigen Beschlusses sowie mit der Vorbereitung
der Verhandlungen beauftragt.
Dieser Privatbeamtenausschuß bestand aus Vertretern aller
der Gesellschaft für Soziale Reform angeschlossenen Verbände von
Angestellten unter dem Vorsitze des Herrn Justizrat TrimbornKöln. ¬
Er hat durch den Beitritt verschiedener Verbände mehrfach ¬
eine Erweiterung erfahren.
Die Hauptaufgabe des Angestelltenausschusses war die Herbeischaffung ¬
und Verarbeitung des nötigen Tatsachenmaterials. Er
beschloß in Übereinstimmung mit der Leitung der Gesellschaft, zur
Vorbereitung der Hauptversammlung 3 Hefte der Schrift herauszugeben, ¬
von denen
Heft I die soziale Versicherung,
Heft II den Dienstvertrag,
Heft III die wirtschaftliche und soziale Lage der PrivatAngestellten ¬
behandeln sollen.
Der 3. Band ist als Propagandaschrift zur Aufklärung
der Öffentlichkeit über die nach mancher Hinsicht unbefriedigende
Lage der verschiedensten Gruppen von Angestellten in privaten
Betrieben gedacht. Das Material dazu ist in erster Linie von
den Berufsvereinen geliefert worden. Die übrigen Bände enthalten ¬
eine Reihe von Monographien über die verschiedenen
Gruppen von Beamten. Alle Arbeiten sind von dem Redaktionsausschuß, ¬
bestehend aus je 2 Vertretern technischer und kaufmännischer ¬
Verbände, geprüft. Die Verantwortung des Inhalts
muß den einzelnen Verfassern überlassen bleiben. Die Gesellschaft
für Soziale Reform unterbreitet das vorliegende Heft und die
beiden im Laufe des Sommers folgenden als Material zur Erörterung ¬
der brennenden und wichtigen Fragen, ohne sich mit
den darin gemachten Vorschlägen völlig zu identifizieren.
2006