Full text: Land-Recht des Großherzogthums Baden

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I. B. IV. T. Von den Abwesenden. 
180. Wird erwiesen, an welchem Tag der Abwe 
sende gestorben sey, so fällt seine Verlassenschaft jenen 
Erben an, welche zu der Todtes=Zeit die nächsten sind 
und wären dieses andere Personen, als diejenigen, 
welche den Genuß des Vermögens des Verschollenen 
gehabt haben, so sind leztere gehalten, es an jene wie 
der auszuliefern, jedoch mit Ausnahme der Einkünfte, 
die sie kraft des 127. Sazes erworben haben. 
oder es 
151. Erscheint der Abwesende wieder 
wird während der fürsorglichen Einweisung dargethan, 
daß er noch lebt; so hören die Wirkungen des Urthels 
auf, das ihn als verschollen erklärt hatte, und nur 
die im ersten Kapitel für die Verwaltung dieser Güter 
vorgeschriebenen, auf deren Erhaltung zielenden 
Maasregeln mögen noch einrreten. 
131 a Jedoch wird auf den bloßen Beweis seines 
Lebens nur für den Fall die fürsorgliche Einweisung 
wirklich aufgehoben, wenn ein an den Richter einge 
reichtes Begehren desselben jene Wirkungslosigkeit für 
eingetreten zu erklären, oder sonst eine Anordnung 
über sein Vermögen, mit= oder nachfolgt. 
132. Wenn selbst nach der endgültigen Einweisung 
der Abwesende wieder erscheint, oder auf gedachte Art 
als lebend erwiesen wird; so soll er seine Güter in 
dem Stand, worinn sie sich alsdann noch befinden wer 
den, auch den Erlös aus denjenigen, die veräussert 
seyn mögen, oder die Güter, die aus solchem Erlös 
wieder angeschafft worden sind, zurückerhalten. 
133. Eheliche Leibes=Exben des Abwesenden sind 
ebenfalls berechtigt, in dreyßig Jahren von der endgülti=
	        
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