Full text: Land-Recht des Großherzogthums Baden

630 Anhang. II. T. Von den Handlungs=Büchern. 
nimmt und auszahlt; es soll jeden Monat die Summen 
nachweisen, die er für seine Haushaltung verwendet; al 
les unabhängig von den übrigen im Handel gebräuchli 
chen Büchern, welche jedoch nicht allgemein unerläßlich 
sind. 
Er ist verbunden) die Briefe, welche er erhält, zu 
sammeln und aufzubewahren, und die, welche er absen 
det, in ein Briefbuch einzutragen. 
9. Er ist ferner verbunden, jährlich ein Vermögens 
Verzeichniß über alle seine bewegliche und unbewegliche 
Güter, seine einnehmende und bezahlende Schulden, un 
ter seiner Unterschrift aufzusezen, und es fortlaufend 
Jahr für Jahr in ein besonderes dazu bestimmtes Buch 
einzutragen. 
10 Das Tagbuch und das Vermögensbuch müssen 
mit obrigkeitlichem Handzug bezeichnet werden. 
Das Briefbuch ist dieser Förmlichkeit nicht unter 
worfen. 
Alle Bücher müssen nach der Ordnung der Täge, ohne 
leeren Zwischenraum, Lücken und Einschaltungen, ge 
führt werden. 
11. Die Bücher, deren Führung durch die Sätze 
8. und 9. hieroben verordnet ist, müssen entweder durch 
ein Mitglied der Gerichts=Behörde, oder durch den Orts 
Vorsteher, oder dessen Amtsgehülfen in der gewöhnlichen 
Art mit der Seitenzahl und dem Handzug unentgeld 
lich bezeichnet werden. Die Handelsleute sind gehalten, 
diese Bücher zehn Jahre lang aufzubewahren. 
12. Regelmäßig geführte Handlungs=Bücher können 
von dem Richter in Handlungs=Geschäften und zwischen 
Handelsleuten, als Beweis zugelassen werden.
	        
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