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plötzlich (vielleicht um dem Index zu entgehen?) in begeisterte
Lobsprüche aus über das Königtum der Hohenzollern, „dieses
herrliche Geschlecht siegfriedischer Helden, „das gewaltigste,
ruhmvollste, vornehmste der Geschichte. Er erwartet von
ihm, daß es keinen Augenblick zögern werde, Königtum des
Proletariats zu werden, dessen Ideale zum Siege zu führen
und sterbend so unsterblich zu werden. Ohne Zweifel bezieht
sich das „sterbend" darauf, daß Bahr drei Blätter früher
(S. 47) bemerkt hat: „Das Königtum hat (im sozialdemokratischen -
Staate) keinen Raum mehr.
An derselben Stelle
findet sich auch (unter Bezugnahme auf Richard Wagner) die
Hoffnung ausgesprochen, daß in diesem Zukunftsstaate „jeder
Mensch in irgend einem Bezuge in Wahrheit Künstler sein
werde. Daß auch alle gemeinsamen Geschäfte der Gesellschaft ¬
— Arbeitsleitung, Staatsgeschäfte, Rechtsangelegenheiten,
Wissenschaft u. s. w. — auf alle Gesellschaftsglieder ohne Ausnahme ¬
verteilt werden sollen (S. 44),
ist wohl kaum etwas
Neues, aber doch immer kennzeichnend und bemerkenswert.
Es gehört in der That nicht sehr viel Denkkraft dazu,
um zu erkennen, daß die Sozialdemokratie als staatsbildendes
Prinzip wirklich „aussichtslos" ist. Aber freilich ist sie nicht
ganz aussichtslos darin, daß sie durch Aufregung der bethörten ¬
Massen Erschütterungen in unserm Staatsleben hervorrufen ¬
kann, deren Folgen unabsehbar sind. Hierin allein
liegt die Gefahr derselben. Um dieser Gefahr zu begegnen,
schlägt nun Schäffle in seinem dritten Briefe eine Menge
auf Verbesserung der sozialen Verhältnisse gerichtete Maßnahmen ¬
vor. Die Summe dieser Maßnahmen nennt er positive ¬
Sozialpolitik. Seine Vorschläge sind gewiß gut gemeint,
und es ist darunter wohl auch manches erwägenswert. Aber
auch hier passen die Worte:
Leicht bei einander wohnen die Gedanken,
Doch hart im Raume stoßen sich die Sachen.
Unser Sozialdemokrat betrachtet die vorgeschlagnen Maßnahmen ¬
nur als lächerliche „Geheim-" und „Wundermittel,