Volltext : Die operis novi nunciatio (3901)

De  operis  novi  nunciatione.
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engen  Zusammenhangs  der  cautio  jud.  solvi  und  der
cautio  ex  o.  n.  n.  und  infolge  des  Grundsatzes,  daß
das  Recht  nach  Leistung  der  Caution  fortzubauen  nur
eine  Folge  der  Erfüllung  der  Pflicht  zur  Leistung  der
Caution  ist  —  mit  Wegfall  der  Pflicht  zur  c.  jud.  solvi
auch  das  Recht  zur  cautio  ex  o.  n.  n.  und  zum  Fortbauen ¬
  gegen  diese  Caution  weggefallen,  oder  aber  es
kann  das  Recht  der  außergerichtlichen  Cautionsleistung
als  ein  selbständiges  Recht  des  Nunciaten  bestehen  geblieben ¬
  sein,  so  daß,  während  früher  dieselbe  nur  eine
Bequemlichkeit  für  den  Nunciaten  war,  sie  jetzt  ein
wesentliches  Recht  für  ihn  wäre.
Welche  der  beiden  Möglichkeiten  ist  wirklich?  Auf
den  ersten  Blick  scheint  es,  als  müsse  man  sich  für  die
letztere  entscheiden.  Es  erscheint  als  ein  Bedürfniß  für
den  Nunciaten,  daß  er  sich  von  dem  Bann  der  o.  n.  n.
wie  früher  durch  eine  Caution  de  opere  restituendo
befreien  kann,  und  wenn  auch  die  Pflicht  nicht  mehr
für  den  Beklagten  im  petitorischen  Proceß  besteht,  c.
jud.  solvi  zu  leisten,  um  die  Befugniß  des  Fortbauens
zu  erlangen,  so  kann  ihm  doch  immerhin  da,  wo  ihm
diese  Befugniß  ohne  Cautionsleistung  nicht  zusteht,  wie
das  infolge  der  o.  n.  n.  der  Fall  ist,  das  Recht  eingeräumt ¬
  werden,  gegen  Cautionsleistung  sich  die  Befugniß
zu  verschaffen.  Freilich  hat  man  bei  dieser  Argumentation ¬
  vorwiegend  das  Interesse  des  Unternehmers  im
Auge,  denn  für  den  Nuncianten  ist  es  unzweifelhaft  vortheilhafter, ¬
  wenn  mit  dem  opus  innegehalten  werden
muß  und  dem  Unternehmer  nicht  das  Recht  der  Cautionsleistung ¬
  zusteht.  Und  diese  Rücksicht  auf  den  Nuncianten
hat  überwogen.
            
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