Metadaten : Leibniz, Gottfried Wilhelm: Des Freyherrn von Leibnitz kleinere philosophische Schriften

zweyte  Antwort.
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gemacht  hat,  auf  gleiche  Weise  begriffen  gewesen. =
  Es  ist  mit  der  Erbauung  der  Welt
eben  so  /  als  wie  mit  der  Zusammenfügung  des
menschlichen  Körpers  beschaffen.  Darinnen
äusert  sich  nicht  die  Weisheit  GOttes,  daß  er
sie  ewig;  sondern  daß  er  sie  auf  eine  so  lange
Zeit  daurend  machet,  als  er  es  für  gut  befindet. =

9.  Die  Weisheit  und  (e)  Vorhersehung
GOttes  bestehet  nicht  darinnen:  daß  er  die
Mittel  in  voraus  zubereitet,  welche,  die  Unordnung =
  der  Natur  zu  heben,  vor  sich  selbst
geschickt  wären.  Denn  wenn  man  eigentlich
reden  soll;  so  geschiehet  in  Betrachtung  GOttes =
  keine  Unordnung  in  der  Welt:  und  folglich
giebt  es  keine  Mittel,  auch  keine  natürliche  Kräfte, =
  welche  (f)  vor  sich  selbst  wirken  könten:
wie  die  Gewichter  und  Federn,  in  Betrachtung =
  der  Menschen,  vor  sich  selbst  ihre  Wirkung =
  thun.  Aber  die  Weisheit  und  Vorhersehung =
  GOttes  bestehet,  wie  oben  gemeldet
worden,  darinnen:  daß  er  von  Anfange  her
einen  Entwurf  abgefasset,  welchen  seine  Allmächt =
  auf  allezeit  ins  Werk  zu  richten  pfleget.
10.  GOtt  ist  weder  eine  Jntelligenz  von  der
Welt,  noch  eine  Intelligenz  über  der  Welt
(ne(e) ¬
  Sehet  meinen  Discurs  über  die  Existenz  GOttes, =
  die  natürliche  Religion  rc.  Part,  I.  pag.  196.  4.
Edit.
(f)  Sehet  den  Anhang  No.  2.
            
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