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Frage passendes Beispiel. Hier handelt es sich um Erzielung
des richterlichen Wahrspruchs, ob die nach der alten Lex Pompeja -
vorgeschriebene Oeffentlichkeit und sachliche Deutlichkeit —
et de qua re satis accipiat — bei Ernennung der Bürgen gewahrt -
worden sei oder nicht: nun sind es diese selbst, welchen
„permittitur praejudicium postulare“. Was nun aber die Identitäts-Frage -
anlangt, so erhellt aus allen in den Quellen über
'räjudizien vorkommenden Beispielen sattsam, dass die Intentio
in praejudiciis den Gegenstand der Consumtion in vollständig
genügender Weise bezeichnete, wovon auch das praejudicium incertum, ¬
Z. B. quantam paret dotem Sejae esse, keine Ausnahme
bildete, denn Alles, was die (hier spätere) Condemnatio und deren
Umfang betrifft, hat ja ohnehin mit der Bestimmung der res
nichts zu thun.
II. Actiones mit Intentio und Condemnatio.
Hieher gehört die condictio certi und die formula petitoria;
ferner die actiones in factum.
1) Die condictio certi; hat immer formula in jus concepta,
Intentio auf ein Certum; Condemnatio; nie Demonstratio; undenkbar -
und auch unnöthig Praescriptio, mit Ausnahme des
einzigen Falles des Contract-Abschlusses durch einen servus, wo
dieses thatsächliche Verhältniss in einer Praescriptio erwähnt
wird, wenn der dominus aus der ihm durch seinen servus erworbenen -
Forderung klagt.
Der reinste Ausdruck der condictio certi ist die actio certae
pecuniae creditae, welche hier auch ausschliesslich berücksichtigt
wird. Die Intentio lautete:
S. P. N.m A.° X. dare oportere.
Da also der Geldwerth ganz gewiss ist, kann auch nicht einmal -
von einem Aestimations-Spielraum in der dem judex verstellten -
Condemnatio die Rede sein, wie bei der condictio triticaria, ¬
wo eben diese Gewissheit nicht stattfindet.
Andererseits hatte der Kläger bei der actio certae pecuniae
creditae den Vortheil einer ihm vom Beklagten zu leistenden
sponsio poenalis auf den dritten Theil der Klagsumme. Gai.
IV 171.
Die causa musste sich hier wie bei jeder certi condictio aus