Full text: Abhandlung über die gesetzmässige Befriedigung concurrirender Gläubiger (Bd. 1)

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Vorrede. 
Die lange Erfahrung hat mich überzeugt, daß es 
besonders angehenden Practikern im Civil=Justiz=Fa 
che, und jenen Justiziären auf dem Lande, welche nicht 
Gelegenheit finden, in vorkommenden schwierigen 
Fällen sich mit erfahrnen Männern zu berathen, 
sehr wünschenswerth seyn dürfte, einen Leitfa 
den zu finden, den sie bey vorkommenden zweifel 
haften, oder ihre Erfahrungen übersteigenden Fäl 
len zu Rathe ziehen könnten, besonders, da das 
juridische Feld, welches in vorliegender Abhand 
lung bearbeitet wird, theils nur hie und da durch 
positive Gesetze begränzt, theils aber mit so vie 
len Unebenen vermischt ist, daß es nur ein theore 
tisch=practisch geübter Jurist zu übersehen vermag. 
sch hätte mich bey dieser Abhandlung füglich 
nur strenge an den vorgesetzten Titel halten, und 
nur allein von der eigentlichen Vertheilung des Ver 
mögens der Schuldner handeln können; allein da 
mit wäre nach meiner Meinung dem Bedürfnisse 
nicht abgeholfen worden, weil die Vorverhandlun 
gen, und selbst die vorhergegangenen Privateinschrei 
tungen mit der eigentlichen Vertheilung in dem eng 
sten Zusammenhange stehen, dergestalt, daß bey die 
ser ein immerwährender Rückblick auf jene nöthig ist. 
Da ich aber gefunden habe, daß in Betreff der 
Erwerbung und der Wirksamkeit des Pfandrechtes 
viele Differenzen in der Praxis obwalten, daß über 
Vornahme von gerichtlichen Schätzungen durchaus
	        
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