fullscreen : Schwanzer, Andrea: Entwicklung und Validierung eines deutschsprachigen Instruments zur Erfassung des Selbstkonzepts junger Erwachsener

METHODE
Es  wurden  12  Items  entwickelt,  von  denen  5  kognitiv  (Beispielitem:  „Im  Umgang  mit
Computern  stelle  ich  mich  sehr  geschickt  an“)  und  3  affektiv  (Beispielitem:  „Am  Computer -
  zu  spielen  oder  zu  arbeiten  macht  mir  richtig  Spaß“)  formuliert  waren.  Die  übrigen  4
Items  ließen  auch  hier  eine  klare  Zuordnung  hinsichtlich  dieser  Aspekte  nicht  zu.  9  Items
wurden  positiv,  3  Items  wurden  negativ  formuliert.
4.4  Vorgehen  bei  der  Skalenkonstruktion
4.4.1  Reliabilität
Zur  Bestimmung  der  Reliabilität  eines  Test  kommen  nach  Lienert  und  Raatz  (1998)  vier
Methoden  in  Frage:  die  Testwiederholungsmethode,  die  Paralleltestmethode,  die  Testhalbierungsmethode -
  und  die  Konsistenzanalyse.  Letzteres  Verfahren  wird  in  dieser  Untersuchung -
  herangezogen,  um  Hinweise  für  die  Reliabilität  der  hier  entwickelten  Skalen  zu
erbringen.  Es  wird  der  Konsistenzkoeffizient  Cronbachs  a  zur  Bestimmung  der  inneren
Konsistenzen  berechnet.
In  Hinblick  auf  das  Ziel  dieser  Arbeit,  ein  ökonomisch  einsetzbares,  valides  und  reliables
Instrument  zu  entwickeln,  spielte  die  Auswahl  der  Items  aus  dem  bestehenden  Itempool
eine  entscheidende  Rolle.  Nachdem  die  Items  der  Originalversion  von  Marsh  (1992a)  übersetzt -
  bzw.  die  Skalen  um  weitere  Items  erweitert  und  auch  einige  Items  ausgetauscht
worden  waren  und  nachdem  den  somit  13  bestehenden  Skalen  3  weitere  hinzugefügt  worden -
  waren  (die  Skala  zum  Selbstkonzept  der  Fähigkeit  im  Umgang  mit  Computern  wurde
erst  später  hinzugefügt),  lag  eine  erste  Langversion  des  Bogens  vor.  Alle  222  Items,  die
darin  enthalten  waren,  wurden  in  einer  ersten  Erhebung  an  163  Probanden  getestet  und  auf
Grundlage  der  so  ermittelten  Daten  einer  Item-  und  Konsistenzanalyse  unterzogen.  Unter
Einbeziehung  inhaltlich  sprachlicher  Erwägungen  (Formulierung  der  Items)  und  der  mittels -
  Faktorenanalysen  (siehe  Kapitel  5.3)  gewonnenen  Informationen  über  die  Qualität  der
einzelnen  Items  wurde  sodann  die  Auswahl  der  Items  für  die  Kurzversion  getroffen.  Diese
Items  wurden  in  einer  zweiten  Erhebung  erneut  an  einer  Stichprobe  von  N  =  67  Personen
eingesetzt.  Mit  diesen  Daten  wurde  ebenfalls  eine  Konsistenzanalyse  durchgeführt,  die  die
Güte  der  Kurzskalen  belegt.
Über  die  Itemauswahl  hinaus  wurden  die  Ergebnisse  der  Konsistenzanalyse  auch  dazu  genutzt, -
  um  zu  überprüfen,  inwieweit  sich  die  Variation  des  Antwortformats  (4-  versus  8¬61 -

            
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