doch in der Folge gültig und verbindlich ist oder wird, in
denselben Fällen besteht auch das Pfandrecht.
Ehedessen lehrte man: ein Pfandrecht wegen einer bloß
natürlichen Verbindlichkeit gelte dergestalt, daß der Glaͤubiger =
sich auch selbst der actio hypothecaria bedienen köͤnne.
Dieses lehrte unter den Galliern Doneau s), unter den
Deutschen Bachov6), früher schon unter den Jtalienern Salicetus =
7). Also, wenn auch die Hauptschuld nicht klagbär
ist, soll doch das Pfandrecht klagbar seyn können. Bachov
beweiset seinen Satz durch die Berufung auf L. 13. pr. D.
de cond. ind. 8) und dadurch, daß beim Bürgen, der sich
für eine bloß natürliche Schuld verbürgt hat, dasselbe gilt.
in neuern Zeiten war die Meinung herrschend geworden:
das Pfandrecht für eine obligatio mere naturalis richte
sich nach der Natur der Hauptverbindlichkeit; es könne
durch Einrede und Zurückbehaltung, Verkauf der verpfändeten
Sache, aber nicht durch eine Klage — die aclio hypothecaria -
— geltend gemacht werden 9). Und dieses würde
allerdings der Natur des Pfandrechts, als eines accessorii, -
am angemessensten seyn. Weber sucht seine Behauptung =
dadurch zu beweisen, daß gegen einen dritten Besitzer
eine Klage schon deshalb nicht Statt finden könne, weil dieacceptus =
tenetur, et pignus pro
5) Com. jur. civ. lib. 12. cap. 2.
eo datum tenebitur: et si servus,
6) De pign. lib. 2. cap. 1. §. 2.
qui peculii administrationem haIn ¬
auth. hoc si debitor C.
7)
bet, rem pignori in id, quod dede ¬
pign. nr. 9. qu. 10.
beat, dederit, utilis pignoratitia
8) Naturaliter etiam servus obreddenda ¬
est.
ligatur et ideo, si quis nomine
9) Westphal im Pfandrecht
éjus solvat, vel ipse manumissus
§. 10. Note 22. S. 33. Weber
(ut Pomponius scribit) ex pecuvon ¬
der natürlichen Verbindlichkeit
lio, cujus liberam administratioDerselbe ¬
zu
4te Aufl. §. 107.
nem habeat, repeti non poterit:
Höpfner §. 793. in der Note.
et ob id et fidejussor pro servo