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steit zweispännigen Pflug=Arbeit mit halben Tagen in
seiner Jugend zwar gewöhnet, dabei aber wenig strapazirt, ¬
noch zu stark ermüdet werde. — Die lieben
Landleute wif dieses alles recht gut, ich weiß aber
auch, daß viele solches zu ihrem eigenen Schaden nicht
beobachten. Starke und gute, an Klima, Stall und
Futter gewöhnte fehlerfreye Reit= und Zug=Pferde in
ihrem besten Alter, würde ich wegen einem nicht gar
großen Gewinn nie verkaufen; denn: ein einziger darauf ¬
folgender unglücklicher Handel, wie leicht ist solcher ¬
nicht? frißt oft den Gewinn mit schweren Prozenten ¬
hinweg.
Man überlasse diese Spekulation den jungen Herren, ¬
welche ihre Reitpferde jedes halbe Jahr verramschen, =
und gewöhnlich vom Pferde auf den Esel kommen. ¬
—
Pferde mit zu stark gekrümmten Köpfen, mit
engen Naselöchern, mit gar zu breiter Brust, übermäßig =
lang, in den Flanken aufgezogen, zu viel hebend =
wie Parade=Pferde, oder sogenannte Paucker zu
hoch gefesselt, und jene, welche nicht wie die Engelländer, ¬
ohne vieles Mouvement leicht hinweg streichen,
und doch vorgreifen, sind gewöhnlich zu geschwinden, gemächlichen =
und ausdaurenden Reitpferden nicht brauchbar; ¬
trift man hierunter ein gutes, so gehöret es zur
Ausnahme und nicht zur Regel.
VIII.
Ich habe weiter bemerket, daß viele Ackersleute
das Alter der Pferde wenig kennen, und dadurch von
den Roßtäuschern betrogen werden, weil das eingehandelte =
Pferd entweder zu jung oder zu alt ist.
Bis zu acht Jahren ist es nicht schwer das Alter
eines Pferds zu erkennen, die Eckzähne sind noch nicht