II. Hauptst. II. Abschn.
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rung des gerichtlichen Verfahrens in den mittleren Zeiten ¬
d) d) -
Sieh. Biener Commentarii de origine et progressu
legum juriumque germanicorum. P II. Vol. I. §. 25.
pag. 311. Auch Meine Grundsäze des gemeinen ordentliches =
bürgerlichen Prozesses. §. 14. S. 21.
§. 31.
c.) Schwäbisches Land= und Lehnrecht.
Der Sachsenspiegel enthaͤlt hauptsaͤchlich nur Sachsenrecht ¬
(§. 29.), und war daher in dem suͤdlichen
Deutschlande, das von jeher nach andern Rechten lebte,
und schon früͤhe, im Gegensaz gegen Sachsen, das
Reich genannt ward, nicht brauchbar. Fuͤr dieses mußte ¬
daher billig auch durch eine eigene Rechtssammlung
gesorgt werden. Dieß geschah durch den sogenannten
Schwabenspiegel (Jus provinciale et feudale alemannicum, -
speculum alemannicum s. suevicum).
Aecht ist dieser Titel nicht; erst Goldast hat solchen ¬
in der Vorrede zu den deutschen Reichssazungen erfunden. ¬
In den Handschriften heißt das Werk immer
nur: Landrechtsbuch, Kaiserliches Landrecht, Kaiser
Friederichs Landrecht, Kaiserliches Recht.
Ueber das Alter dieses Rechtsbuches ist schon viel
gestritten worden. Einige behaupten, es sey aͤlter als
der Sachsenspiegel; andere, es sey juͤnger und gehoͤre
in das vierzehente Jahrhundert; andere endlich gehen
die Mittelstrasse, sezen es naͤmlich zwischen die Jahre
1268. und 1282., und diese Meinung hat freilich die
meiste Wahrscheinlichkeit fuͤr sich a).
Noch
a) von Selchow Geschichte der Rechte. §. 299. Biener
Commentarii de origine et progressu legum juriumque ¬
germanicorum. P. Il, Vol. I. §. 22. pag. 289.
Silberrad ad Heineccium, pag. 966. seq.