Full text: Zeitschrift für Rechtsgeschichte (Bd. 4 (1864))

Miscelten.

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Yud diße ladung sal offen seyn. mit des hern sigel de
sigelt.
Dye ladung sal der lehenherr dem belehinten mit eynem
boten zusenden, der ym dye ladung selbst vberantwurt, adder
wu er yn nicht antreffen mag, in seyne behausunge brenge,
vnd des zwene gezceugen bey ym haben, damit er dye Ver-
kündigung beweyssen mag. Vnd ist an etzlichen enden der
geprauch, das dye zwene lehenmanne seyn, vnd ist sicherer,
das es also geschee. Vnd ist zu mercken, das dye vorkun-
kundigung der citation vor mittage vnd ausserhalben der
ferien geschee, susten wurde dye ladung zu lehenrecht an-
gefochten.

So der geladene durch seynen vorsprechen (der auch
eyn mau des hern seyn muß, vnd so er keynen hat, muß ym
eyner auß der bangk, den er bittet, gegeben werden) sagen
wurde, er bette diß gut nicht in gewehre noch in besitzung,
dißs neme der vorspreche des hern an vnd bezceuge dar
vber vor gerichte, vnd bitte, weyle das seyn lehengut ist,
vnd von ym in gepurlicher zceit zu lehen nicht entpfangen,
vnd in der gewehre des beclagten nicht finde, das yme das
zugeteylt, vnd er darein geweysset werde etc.
So findet man, wie obin im vngehorsam etc.
Bekennet sich aber der geladene zu der gewehre, so
mag der vorspreche des hern dye meynung der clage vor-
newenn, wie das zu lehen nicht entpfangen, vnd also gewehre
ane lehen sey, vnd bitt dye vorteylung.
Wurde aber der geladene lassen sagen, er bette den
lehen gefolget, das muß er beweyßen, weyle es ym der herr
nicht gestehit.
Werde sich der geladene damit nicht behelffen adder in
der beweysung fellig, so findet man zu recht, das solch dorff
adder gut dem hern anheym gefallen sey, vnd man solle es
dem hern zuteylenn.
Darauff bittet der vorspreche des hern die vorteylung
des guttes, wie allenthalben oben im procesß des vngehor-
sams des geladens.

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