Full text: Archiv für bürgerliches Recht (Bd. 39 (1913))

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Eberty

von dem betrügerischen Bewerber dadurch, daß er seinen An-
spruch nicht geltend macht: eine durch die Existenz des §853
BGB. zwar bestätigte, aber nicht bedingte Konstruktion, die
allgemein anerkannt ist.55) Sie ergibt auch ohne weiteres, daß
von einer Replik aus § 661 Abs. 2 Satz 2 BGB. keine Rede
sein kann: Der Schadensersatz ist gerade durch Nichtgeltend-
machung der durch die unerlaubte Handlung erworbenen For-
derung zu leisten; ihre Existenz ist nicht nur unangetastet, sondern
sogar gerade die Voraussetzung der für §826 erforderlichen
Schadensentstehung und der Möglichkeit dieser Form derSchadens-
ersntzlcistung.

55) RG. 58, 356, 357; auch 59, 212; 64, 223; SeuffBl. 73, 582.
Reichsgerichtsräte, Anm. 6 zu §826 BGB.; Staudinger 5 und
2 zu 8 826, 1 zu 8 853 BGB.; Neumann, Handausgabe des BGB.
(5), Anm. 1 zu 8 826; Goldmann-Lilie nthal. Das BGB.
shstem. darg. (2), Bd. I, S. 888, 889; Crome, System, 8330,
Anm. 8; Dernburg, Bürg. R., 8393 II; Windscheid-Kipp
(9) Bd. I. S. 215.

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