Volltext: Archiv für bürgerliches Recht (Bd. 39 (1913))

9. Kurze Anzeigen

Kurze Anzeigen.

Mar Wickel und August Renner, Unsere G e s e tz c s s p r a ch e. Berlin
1913. Verlag des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins. Preis
Mk. 1.20.
Die Reinigung unserer Gesetzes- und Rechtssprache und die Be-
reicherung unseres Wortvorrates durch Herbeiziehung von Ausdrücken
aus dem Volke ist ein beachtenswertes Bestreben unserer Zeit und
durch den Deutschen Sprachverein vielfach gefördert worden. Auch
die beiden Schriften sind in dieser Beziehung wertvoll. Allerdings
die wenig geschmackvollen Verse des Trompeters gegen das römische
Recht (S. 103) könnte man wegwünschen. Am meisten bildend ist
das Studium der Schweizer Rechtsquellen, denn darin ist noch
der Jungborn der ursprünglichen Sprachbildung auch aus dem
Rechtsgebiet lebendig; ich erinnere z. B. nur an den Ausdruck
Verklammerung statt Vinkulierung, den wir ohne weiteres in unsere
Rcchtssprache aufnehmen können. Man würde auch von Seiten des
Sprachvereins mehr leisten, wenn man die deutschen, namentlich die
süddeutschen Dialekte mehr zu Rate zöge.
Josef Köhler.

A. von Dombois, Der Kursstand der deutschen Staats??
a n l e i h e n. (Beiträge zur staats- und rechtswissenschaftlichen
Fortbildung, Heft 2.) Hannover 1911, Helwingsche Verlags-
buchhandlung. 84 S. und Tabellen. Preis Mk. 2.—.
Einer unserer ersten Sachverständigen bietet hier ein reiches histo-
risches und tatsächliches Material über Kursniveau, Kursbewegung und
Klassierung unserer deutschen Staatsanleihen unter steter Vergleichung
mit ausländischen Papieren. Wenn er die Ursache des niedrigen Kurs-
standes unserer Staatsanleihen untersucht und die Maßregeln zur Hebung
des Kurses bespricht, so weiß freilich auch er nicht viel Neues und
Tröstliches beizubringen. Lehrreich sind die im Anhänge beigefügten
graphischen Darstellungen der Kursbewegung und die Kurstabellen.

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